Evangelischer Pfarrer zu Gast bei den Ansichten

Zu Gast in den „Ansichten“ bei Radio Vorarlberg ist der evangelische Pfarrer von Bregenz, Ralf Stoffers. Seit 2010 steht er der ältesten evangelischen Gemeinde Vorarlbergs, jener in Bregenz, mit rund 3.000 Mitgliedern vor.

„Ansichten" - zu Gast bei ORF Radio Vorarlberg

Sonntag, 22. Jänner 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
Montag, 23. Jänner 2017, 21.00 bis 22.00 Uhr (WH)

Geboren in Norddeutschland, kam er über sein Theologiestudium an die Uni in Wien. Die beruflichen Stationen brachten ihn zuerst nach Kärnten und Osttirol, seit 2010 steht er der ältesten evangelischen Gemeinde Vorarlbergs, jener in Bregenz, mit rund 3.000 Mitgliedern vor. Ralf Stoffers spricht von einer mittlerweile sehr bunten Gemeinde aus diversen europäischen Ländern, aber auch aus Brasilien. Darunter seien auch einige Zuzügler, die hier ihren Alterssitz erworben haben und hier ihren Lebensabend verbringen.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Ansichten zum Nachhören

Das 500 Jahr Reformationsjubiläum spielte bereits vor der Jahreswende in Pfarrer Stoffers Gemeinde eine Rolle: anlässlich der „Ökumenischen Gespräche“, die seit zehn Jahren ein fester Bestandteil im Veranstaltungsprogramm seiner Pfarre sind, wurde über die Geschichte aber auch über die Zukunft der Kirche(n) referiert und diskutiert. Sie standen unter dem Generalthema „Reformieren oder resignieren? – Herausforderungen der Kirchen 500 Jahre nach Luther.“ Auf die Frage nach der Wiedervereinigung der christlichen Kirchen bemüht Ralf Stoffers das Bild des Mauerfalls und er meint, das könne er sich gut vorstellen. Und er zitiert den Satz des ehemaligen SED- und Politbüromitglieds Horst Sindermann: „Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf die Kraft von Kerzen und Gebeten.“

Das familiäre Leben eines evangelischen Pfarrers sei nicht so einfach, weil die Familie ob der Dienstzeiten des Vaters mitunter Abstriche machen müsse, betont Ralf Stoffers. Auf die Frage ob er den alleinstehenden katholischen Kollegen beneide: „Manchmal stelle ich mir die Ruhe in einem katholischen Pfarrhaus sehr angenehm vor… es wird aber wohl auch Phasen schreiender Ruhe geben.“

Auch die Kirchen mit den Zivilgesellschaften hätten die europäische Idee noch vor der Flüchtlingskrise verraten, meint Pfarrer Stoffers, weil damals schon die Griechen und Italiener mit dem Problem ankommender Flüchtlinge allein gelassen wurden.

Werbung X