Politikberater Gerald Knaus in den „Ansichten“

Zu Gast bei Johannes Schmidle in den „Ansichten" ist Dr. Gerald Knaus. Der in Wien aufgewachsene Politikberater hat mütterlicherseits Bregenzerwälder Wurzeln.

Die Sendung zum Nachhören

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Die Mutter von Knaus wurde als Waisenkind von einer Bergbauernfamilie aufgenommen und letztlich adoptiert.
Das Bauernhaus ist mittlerweile der familiäre Urlaubs-Treffpunkt für die Familie Knaus.

Gerald Knaus hat in Wien die Schule besucht und später in Oxford, Brüssel und Bologna studiert, bis er 1999 in Sarajewo mit Freunden die Denkfabrik Europäische Stabilitätsinitiative (ESI) gründete. Die Idee dahinter sei, dass Analysen und praxisrelevante Berichte für Entscheidungsträger entwickelt werden.

Knaus fürchtet in der Krise Europas die Macht der Populisten, die EU-Europa zerschlagen wollen und die bei den Wahlen in den Niederlanden, in Frankreich, in Deutschland an die Macht kommen könnten. 2017 werde zu einem Schicksalsjahr für Europa.

Sendehinweis:

„Ansichten“, 8.1.2017

Was wir derzeit erleben, sei das Infragestellen der Grundwerte, das Fundament, auf dem Europa aufgebaut wurde. Menschenrechtskonvention und Rechtsstaatlichkeit seien in Gefahr. Populisten meinten, man könne schon mal auf diese Konventionen verzichten, ohne zu wissen, wie es danach weitergehe. Bezgl. des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei und wie es dazu gekommen sei, meint Knaus, man habe in Berlin und anderswo die Berichte, die die ESI verfasste, gelesen.

Der Flüchtlingsdeal sei aber letztlich das politische Verhandlungsergebnis deutscher, niederländischer und türkischer Diplomatie.

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