„Ein Missionar für Österreich“

In „Ansichten“ bei Johannes Schmidle spricht Pater Patrick Kofi Kodom aus Ghana über Afrika, den Andrang nach Europa und wie es sich anfühlt, als schwarzer Missionar in Europa über Glaubensfragen zu reden.

Sendehinweis:

„Ansichten“, 25.12.2016, Christtag, 11.00 bis 12.00 Uhr, ORF Radio Vorarlberg

Der 47-Jährige gehört der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare an, lebt in Dornbirn und arbeitet als Caritas-Flüchtlingsseelsorger. Er ist das fünfte von sechs Kindern. Nach zwei Jahren Philosophiestudium und einem Jahr Noviziat in Ghana hat er in Nairobi (Kenia) Theologie studiert. Im Juli 1999 erhielt er seine Missionsbestimmung und ist seit März 2001 als Missionar in Österreich tätig.

Die Sendung zum Nachhören:

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Nach einem Jahr Sprachkurs in Wien war er zwei Jahre Kaplan in Innsbruck. Danach hat er als Aushilfskaplan als Migranten- und Flüchtlingsseelsorger, mit Schwerpunkt Schubhaft- und Gefängnisseelsorge, in Wien gearbeitet. Sein derzeitiger Einsatzort ist Vorarlberg. Er betreut Flüchtlinge und hat es mehrheitlich mit Muslimen zu tun, wobei er sich als Seelenbegleiter und Ansprechpartner in schwierigen Lebenslagen versteht.

Pater Kofi weiß, was es heißt, als Schwarzer durch Wien zu gehen und ständig von der Polizei angehalten und kontrolliert zu werden. Zudem kennt er von einem Praktikum die Hitze am Hochofen der VOEST in Linz. P. Kofi kennt die Sorgen jener die zu uns fliehen. Europa ist für diese Menschen „das gelobte Land“. In ihrer Heimat gibt es keine Perspektive. Die einzige Chance für Europa sei es, dort zu investieren.

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