„Das Geheimnis der zwischenmenschlichen Empathie“, Teil 1

Warum können wir durch unser Denken den richtigen Schluss ziehen? Warum können wir ein bestimmtes Tun bei einem anderen Menschen entschlüsseln? Diese Fragen will Univ.-Prof. Dr. Joachim Bauer in der ORF Radio Vorarlberg Sendung „Focus“ klären.

Focus Joachim Bauer
ORF

Sendehinweis:

Samstag, 26.11.2016, 13.00 bis 14.00 Uhr
Donnerstag, 1.12.2016, 21.00 bis 22.00 Uhr (WH)

Die Erklärung, so Prof. Bauer, hängt damit zusammen, dass wir ein inneres Wissen darüber haben, wie wir selber funktionieren. Unsere typischen Ansichten, Verhaltensweisen und Reaktionen? Jeder Mensch habe ein inneres Wissen über sich selber. Erst vor wenigen Jahren wurden diese Netzwerke, die dieses Wissen speichern, erforscht.

Die Sendung zum Nachhören:

In seinem Vortrag im ORF-Publikumstudio in Dornbirn machte Prof. Bauer darauf aufmerksam, dass sich die Empathie zwischen zwei Menschen ereignet. Es geht immer um eine Beziehung zwischen einem ICH und einem DU. Empathie komme aus dem Griechischen und bedeute: „den anderen von innen her fühlen“. Empathie muss nicht immer nur stattfinden, wenn Dinge traurig sind, sie könne auch stattfinden, wenn Dinge freudig sind.

Wie kann man andere verstehen?

„Ich fühle was du fühlst" ist nur eine von zwei Arten, wie Menschen verstehen können. Wir können andere Menschen auch über das Innenleben verstehen. Wir können einen anderen Menschen begreifen, indem wir mitfühlen und mitdenken. Warum macht er, oder sie gerade etwas so oder anders?

Wie kann man ein gewisses Tun entschlüsseln? Prof. Bauer entschlüsselt dieses Verstehen von Menschen: er nennt die emotionale und die rationale Form des Verstehens die nachdenkende Art. Das intuitive, emotionale Geschehen beruht auf dem Gefühl und das andere ist das Nachdenken: warum würde ich mich verstecken, oder etwas verschweigen?

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