Dolmetscher Emad Swaidan in „Ansichten“

Emad Swaidan, Konstruktionstechniker und Dolmetscher, ist zu Gast in der ORF Radio Vorarlberg Sendung „Ansichten“. Swaidan ist ein Lustenauer mit jordanischem Migrationshintergrund.

Sendehinweis:

„Ansichten“, Ostermontag, 28.3.2016, 11.00 bis 12.00 Uhr und 21.00 bis 22.00 Uhr (WH), ORF Radio Vorarlberg

Jeder Flüchtling bezahlt 1.200 Dollar für die Überfahrt in einem Schlauchboot, umschreibt Emad Swaidan die Realität zwischen der Türkei und den griechischen Inseln. Kaum einer kennt die Schicksale der Flüchtlinge so gut wie er: Swaidan ist als Dolmetscher für Arabisch, für Französisch und Englisch sowie Deutsch bei der Erstaufnahme in der Polizeiinspektion, aber auch beim Asylverfahren beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl mit dabei.

Die Sendung zum Nachhören:

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Lob für Behörden

Er ist voll des Lobes für die Behördenseite, wie sorgsam und umsichtig mit den Asylwerbern umgegangen werde. Der Sohn eines Lehrers ist in Jordanien geboren und aufgewachsen. Er hat neun Geschwister, die so wie er studieren konnten und teilweise heute in den USA wie auch in Jordanien leben.

Ansichten Emad Swaidan
privat
Emad Swaidan

Swaidan stammt aus einer christlichen Familie. Sie gehört zu einer religiösen Minderheit im Königreich Jordanien. Der Islam ist in Jordanien Staatsreligion und das Zusammenleben der Religionen sei bisher immer friedlich gewesen; unübersehbar seien mit den Krisen in der Region und den zweieinhalb Millionen Flüchtlingen in Jordanien islamistische Tendenzen spürbar, sagt Emad Swaidan.

Studium in Paris

1976 machte er Matura und bekam ein Stipendium für ein Kartographie-Studium in Paris. Dem talentierten jungen Mann gefiel, ob der internationalen Zusammensetzung der Bewohner, das Leben in der französischen Metropole. Nach dem Studium wurde er Beamter und arbeitete im jordanischen Verteidigungsministerium. So lernt er jede Ecke seines Landes durch die Aufnahmen für Landkarten kennen.

Im Zuge dieser Tätigkeit wurde er vom jordanischen Verteidigungsministerium in die Schweiz zu einer Firma entsandt, die Messtechnologien entwickelt. Hier sollte er seine spätere Frau kennenlernen, die er heiraten und mit der er zwei – mittlerweile erwachsene - Kinder haben sollte.

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