Zaker Soltani in den „Ansichten“

Zu Gast bei Johannes Schmidle in den „Ansichten“ ist am 1. Jänner der gebürtige Afghane Zaker Soltani. Der 18-jährige lebt seit 2012 in Österreich und sagt, dass er unglaublich glücklich sei, hier leben zu dürfen.

Soltaniist ein besonders begabter junger Mann, der mittlerweile das Gymnasium Schillerstraße in Feldkirch besucht. Seine Leidenschaft ist die Bildende Kunst. Er malt, zeichnet und beeindruckt die Kunstszene. Kürzlich wurde grenzüberschreitend eine Ausstellung mit seinen Bildern in der nahe gelegenen Schweiz eröffnet.

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Der 18-jährige lebt seit 2012 in Österreich und sagt, dass er unglaublich glücklich sei, hier leben zu dürfen. Er sei dankbar dafür, hier eine bessere Chance fürs Leben und für Bildung zu haben. Dort, wo er herkomme, gebe es viele Konflikte, Unterdrückung und keine `richtige` Freiheit, wie sie sich jeder Mensch wünsche.

Mit 15 Jahren musste er aus Pakistan, wohin seine Familie geflohen war, wiederum flüchten. Hätte er gewusst, was ihm auf dieser Flucht nach Europa alles zustößt, hätte er diese „Reise“ niemals gemacht. Er habe nie gedacht, dass das so schwer und problematisch sein würde. Die Flucht hat sechs Monate gedauert. Auf die Frage, was das Schwierige an dieser Reise war, meint Zaker Soltani, dass es eine Frage zwischen Tod und Leben gewesen sei. Man reise durch acht Länder, bis man in Sicherheit sei. Er habe viele Probleme gesehen, die wie ein „schlechter“ Traum in seinem Leben präsent bleiben werden. Allein wenn er an die Frauen, die auf der Flucht ihre Kinder verloren haben, denke.

Sendehinweis:

„Ansichten“, 1.1.2016

Wenn man dies mit eigenen Augen sehe, sei das für einen Menschen allein zu viel. Diese Erfahrungen seien so traurig, dass man sie nicht richtig beschrieben könne, so Zaker Soltani. Er hoffe, seine Heimat noch einmal mit eigenen Augen sehen zu können.

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