Ansichten mit Claudia Villani

Bei den „Ansichten“ zu Gast ist diese Woche die Psychotherapeutin und ehrenamtliche Entwicklungs- und Flüchtlingshelferin Claudia Villani. Sie unterstützt derzeit unter anderem auch vor allem für die Flüchtlingshelfer.

Sendungshinweis:

So, 15.11.2015, 11.00 bis 12.00 Uhr
Mo, 16.11.2015, 21.00 bis 22.00 Uhr (WH)

Zu Gast bei Johannes Schmidle ist am Sonntag die Psychotherapeutin und ehrenamtliche Entwicklungs- und Flüchtlingshelferin Claudia Villani. Die Wienerin, die einen Studenten aus dem Laternsertal kennenlernte, heiratete und Mutter von drei Kindern wurde, entschied sich vor einigen Jahren, sich an der Seite der deutschen Nonne und Ärztin Dr. Ruth Pfau ehrenamtlich für die Leprakranken in Pakistan zu engagieren.

„Unterstützung von Helfern enorm wichtig“

Hier lernt sie viel über die Kultur der Pakistani. Es sei ein wertvolles Wissen, das sie den Flüchtlingshelfern, die an Wiener Bahnhöfen mithelfen, vermitteln könne, so Villani. Gleichzeitig bietet sie diesen Helfern, von denen es eine abrufbare Liste von 4.000 Namen gebe, kostenlose Supervision an.

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Zum Nachhören: Claudia Villani bei den Ansichten am Sonntag

Die Fluchtgeschichten, die „diese mehrheitlich jungen Menschen“ zu hören bekommen, seien mitunter eine große Belastung. Vor allem auch dann, wenn sich Flüchtlinge aus derselben Familie, demselben Ort etwa auf der Route verlieren. Manchmal habe das auch damit zu tun, dass Menschen beim Abtransport von der Grenze in unterschiedlichen Bussen zu sitzen kommen. Es gebe dafür einen eigenen Suchdienst, der viel zu tun habe, betont Villani.

„Riesige Chance für die Kultur“

Claudia Villani sieht in der anstehenden Integration der Asylwerber eine riesige Chance für unsere Kultur. Es sei unvergleichlich, wie man im Nahen und Mittleren Osten zum Beispiel ein ganz anderes Verständnis vom Umgang mit älteren Menschen habe. Großes Bedauern äußert sie über jene Flüchtlinge, die sich für eine Rückkehr in ihre Heimat entscheiden möchten, dies aber nicht tun können, weil sie das von der Großfamilie für die Flucht geborgte Geld verbraucht hätten. Die Verwandtschaft aber von der Annahme ausgehe, dass diese Person nicht nur dieses, sondern auch dazu verdientes Geld, mit in die Heimat bringen werden.

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