Engelbert Dünser zu Gast bei „Ansichten“

Ur-Schönenbacher Engelbert Dünser ist am Dreikönigstag zu Gast in der Sendung „Ansichten“ in ORF Radio Vorarlberg. Der 81-Jährige gibt bei Johannes Schmidle Auskunft über das Kleinod Schönenbach im Bregenzerwald.

Sendehinweis:

6.1.2015, 11.00 bis 12.00 Uhr, ORF Radio Vorarlberg

Dünser spricht darüber, wie er an diesem Stück Erde hängt. Hier ist er geboren, hier hat er seine Frau Hilda kennengelernt und hier ist seine Familie und das elterliche Sägewerk, das sein Bruder von seinem Vater übernommen hat, und wo er viele Jahrzehnte mitgearbeitet hat, sein Lebensmittelpunkt.

Die Sendung zum Nachhören:

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Und wie war Weihnachten in seiner Kindheit? Die Antwort lautet: „Bescheiden“ habe man damals Weihnachten gefeiert. Mit wenig habe man in den 1930er und 1940er Jahren bei Kindern große Freude auslösen können. Es seien ferne Tage, als man das Holz auf langen Gängen mit Ross und Wagen quer durch den Bregenzerwald transportiert habe. Dünser meint auch, dass er sich manchmal wundere, wie man früher viel mehr Zeit gehabt habe, obwohl die Arbeit so zeitaufwändig gewesen sei. Mit vorgespannten „Norikern“ war das Leben einem tierischen und menschlichen Rhythmus unterworfen.

Blick in die Vergangenheit

Engelbert Dünser erzählt von den Anfängen des Sommerlagers des Vorarlberger Kinderdorfs in Schönenbach unter Kaplan Hugo Kleinbrod und wie man in den 1950er Jahren Probebohrungen machte, um zu erkunden, ob man in Schönenbach eine Staumauer bauen und somit für ein Kraftwerksprojekt fluten könnte. Glücklicherweise sei man davon abgekommen, sagt der Ur-Schönenbacher. Der mehrfache Vater und Großvater war viele Jahre Jagdaufseher und beklagt die Tatsache, dass er im Gegensatz zu früher kaum mehr Wild im Tal sehe. In diesem Zusammenhang konstatiert er eine zu große Unruhe, die allerorten um sich greife und Wild wie den Wald dezimiere.

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