Clemens Maria Mohr: „Gewonnen wird im Kopf“

Der deutsche Mentaltrainer und Sportpsychologe Clemens Maria Mohr spricht in der Sendung „Focus - Themen fürs Leben“ bei ORF Radio Vorarlberg über das Thema „Gewonnen wird im Kopf - das gilt auch im Leben, nicht nur im Sport“.

Die Sendung zum Nachhören:

Verhalten

Viele verbinden mit der Kopf-Geschichte das positive Denken, so Mohr: „Man muss positiv denken und dann wird`s schon.“ Dieses positive Denken sei in den letzten Jahren auch ein bisschen in Verruf gekommen. Man frage sich: „Warum reden die vom positiven Denken? Es wäre gescheiter, die würden positiv leben, der Arbeit nachgehen, mit dem Partner und den Kindern oder sich selbst positiv umgehen.“

Sendungshinweis:

„Focus“, 5.7.2014

Wieso heißt es positiv denken?

Alles, was je künstlich geschaffen wurde, war laut Clemens Maria Mohr zunächst einmal ein Gedanke, eine Idee. Zuerst gebe es eine Idee, dann den Plan und dann das Produkt - vielleicht der Sessel, auf sie gerade sitzen.

Wir lernen auch über ein Gefühl

Lernen geschehe bei negativen Gefühlen(Herdplatte), aber auch bei positiven Gefühlen durch Spaß, Begeisterung, Enthusiasmus; Mohr zitiert einen Mann, der von sich behauptet, sich keine Namen merken zu können. Er weiß von jeder Lok seiner Lokomotiven-Sammlung den Namen, und von den meisten den Namen des letzten Lokomotivführers. Häufige Wiederholung und viel Gefühl, das seien die beiden Wege, wie wir lernen.

Clemens Maria Mohr
Privat
Clemens Maria Mohr

Wahrnehmung

Das, was wir wahrnehmen, ist bei weitem nicht so objektiv, wie wir immer meinen. Unsere Wahrnehmung ist laut Mohr subjektiv, sie ist gefiltert. Wir filtern aus der Vielzahl der möglichen Informationen immer nur bestimmte heraus, so MOhr. Diesen Filter habe jeder schon erlebt: „Stellen sie sich vor, Sie wollen ein neues Auto kaufen und Sie wissen schon Type, Marke, Farbe etc. und plötzlich fährt überall das Auto....“ Man filtere diese Autotype heraus, obwohl es vorher auch nicht mehr waren.

„Wir sind auf der gleichen Wellenlänge“

Jemand ist mir auf Anhieb sympathisch und nach dem gemeinsam getrunkenen Bier bestätigt sich der erste Eindruck: Der hat dieselben Lebensmeinungen, dieselben Hobbys etc. und das erfahre ich erst im Nachhinein. Aus vielen Übereinstimmungen entstehe Freundschaft und vermischt mit Zuneigung Liebe, so Mohr.

„Wo meine Aufmerksamkeit ist, da komme ich hin“

Wenn unsere Aufmerksamkeit auf einem Problem, einer Schwäche liegt, dann steuern wir darauf zu, sagt MOor. Viele Menschen analysierten zu 90 Prozent eine Problemstellung und investierten zehn Prozent in die Lösung. Man sollte den Spieß umdrehen, empfiehlt er.

Der Vortrag wurde im Rahmen der Reihe „MILIENGESPRÄCHE 2014“ im Pfarrsaal Fußach aufgezeichnet.

Wir können uns etwas „nicht nicht“ vorstellen

Die Sprache der Psyche sind Bilder. Was für ein Bild kommt in einem hoch, wenn man sagt, man will nicht krank werden= Sobald wir wissen, was wir nicht wollen, bekomme man genau das - das gelte auch für das Positive, glaubt Mohr.

Zur Person:

Clemens Maria Mohr ist Jahrgang 1960 und seit 1990 als Speaker, Trainer und Coach für Mentaltraining und Persönlichkeitsentwicklung erfolgreich. Seine Kunden kommen aus den unterschiedlichen Branchen und reich
www.clemensmariamohr.de

Literatur:

Bücher von Clemens Maria Mohr, erschienen in der Edition Kindle.

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  • 111 Tipps für ein besseres Leben
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Musik:

G* OVERTIME !
T* Mental images/instr.
A: Dave Holland Big Band

T* Film romantisch aktuell Trompete
A: Günter Mokesch
A: Erwin Bader

G* ASPECTS OF JAZZ
T* Chicago Joe

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