„Wie wir wirken und was wir damit ändern“

Bei der „Focus“-Sendung von Radio Vorarlberg spricht die Management-Trainerin Sabine Asgodom zum Thema „Wie wir wirken und was wir damit ändern“. Dabei verdeutlicht sie: „Wir können nicht nicht wirken.“

Die Sendung zum Nachhören:

Sendungshinweis:

„Focus“, 2.8.2012

Wie wirken wir?, fragt Sabine Asgodom eingangs, weil selbst dann, wenn man nicht wirken will - man wirke, gibt sie eingangs zum Besten. „Man kann es sich durch Äußeres schwer oder leicht machen“, gibt sie zu bedenken. „Natürlich kann man Wirkung erzeugen: was ich anziehe, mit der Frisur; man kann das manchmal auch gut einsetzen, es ist aber nicht die ganze Antwort“, sagt Sabine Asgodom. Man könne so tun „als ob“, was die Amerikaner „Fake“ nennen, so Sabine Asgodom.

Wir brauchen keine Schauspielerei

Es gehe darum, aus dem eigenen Leben zu erzählen. „Das überzeugendste Beispiel ist jenes, wo jemand von sich selber spricht. Wenn man jemanden überzeugen will, etwas bewirken will, sollte man Geschichten aus dem eigenen Leben erzählen. Wir müssen keine Geschichten erfinden, wir müssen sie einfach finden, denn in jedem unserer Leben geschehen jede Woche Geschichten. Geschichten aus dem eigenen Leben haben Wirkung , mehr als Theorie“, betont die Management-Trainerin die Bedeutung, die Geschichten auf grund der Lebenserfahrung haben.

Ehrliche Aussagen und Meinungen sind besser

„Die ehrlichen Aussagen sind hundertmal besser als einstudiertes Wissen“, bekräftigt Sabine Asgodom. Wir können uns auf Google jeden Fakt der Welt besorgen, aber die eigenen Sachen seien wesentlich besser.

Haltung bewahren

Haltung - das heiße eigene Überzeugung, führt Asgodom aus. Die Angst davor, dass jemand blöd reagieren könnte, nehme uns manchmal den Mut, unsere Meinung zu sagen. Was halten SIE für wahr und richtig: das heiße nicht für alle, sondern für sich selbst.

Körpersprache und Äußeres wirken am stärksten

Sabine Asgodom zitiert eine Studie, die sich mit der Wirkung von Menschen auf andere beschäftigt: Die Frage war, wie wir wirken - das Ergebnis: Sieben Prozent durch den Inhalt, 38 Prozent wirken wir durch Stimme und Tonfall und mit 55 Prozent wirken wir durch unser Äußeres und die Körpersprache.

Wenn Sie für etwas stehen, stehen Sie automatisch gerade. „Der Mensch hört nicht am Hemdkragen auf“, unterstreicht Sabine Asgodom, ihre Position. „Wir wirken durch Äußeres, aber vor allem auch durch den inneren Standpunkt. Menschen wollen die Welt durch unsere Augen sehen; vielleicht wollen sie sich daran reiben, vielleicht wollen sie widersprechen, aber die Umgebung will wissen, wofür ein Mensch steht“, schließt Sabine Asgodom.

Was wir brauchen um zu wirken, um im anderen Menschen etwas zu bewirken, gelte folgende Grundregel: „Wir müssen dem Anderen zuhören!“

Wir danken Bernard Reichenpfader für die freundliche Überlassung des Mitschnitts dieses Vortrags, den Sabine Asgodom bei den 31. Goldegger Dialogen 2012 gehalten hat.

Zur Person

Sabine Asgodom (www.asgodom.de)kommt aus München, wo sie seit 1999 eine eigene Firma für Mangement - Training führt. Sie coacht Führungskräfte und hat 24 Bücher geschrieben.

Literatur

24 Bücher sind es heute: Sabine Asgodom ist die meist gelesene Management-Trainerin Deutschlands. Sie macht in all ihren Büchern (abgesehen vom allerersten!) die eigene Lebenserfahrung zum Thema. Anfangen von „Balancing - Beruf und Privatleben im Gleichgewicht“, das die junge Mutter zweier Kinder 1992 veröffentlichte, über „Erfolg ist sexy“, mit dem sie 1999 in die Selbstständigkeit startete bis „Das Glück der Pellkartoffeln - vom Luxus der Zufriedenheit“, das sie zusammen mit ihrem heutigen Ehemann Siegfried Brockert im September 2009 publiziert hat. Viele Bestseller befinden sich darunter - allen voran „Eigenlob stimmt"(1996) und "Lebe wild und unersättlich“ (2007). Rund eine Viertelmillion Bücher der Autorin, Journalistin und Managemant-Trainerin Sabine Asgodom sind mit den Jahren über den Ladentisch gegangen - die Übersetzungen in Schwedisch, Italienisch, Koreanisch, Chinesisch, Lettisch, Polnisch, Holländisch und Portugiesisch nicht mitgerechnet.

Musik

CD Into the BLUE - Emmanuel Pahud /Jacky Terrasson

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