Köstinger verteidigt Mehrwertsteuersenkung

ÖVP-Bundesministerin Elisbeth Köstinger ist derzeit zu Besuch in Vorarlberg und verteidigt die Mehrwertsteuersenkung im Tourismus. Das sei kein Geschenk an die Branche. Die Entlastung bedeute, dass Betriebe rascher investieren können.

In ihrem Ressort sind Umwelt, Landwirtschaft und Tourismus zusammengefasst, und so will ÖVP-Bundesministerin Elisabeth Köstinger den Tourismus in Österreich neu aufstellen. Statt auf immer neue Rekordzahlen zu schielen soll in einem Masterplan die ganze Wertschöpfungskette des Tourismus aufgezeigt werden. Das heißt, welche Handels-, Gewerbe und Landwirtschaftsbetriebe vom intakten Tourismus profitieren.

ÖVP-Ministerin Köstinger in Vorarlberg

ÖVP-Ministerin Elisabeth Köstinger absolvierte am Donnerstag ihren Antrittsbesuch in Vorarlberg.

Betriebe aus der Region profitieren von Entlastung

Dafür brauche es Investitionen im Tourismus, verteidigt Köstinger die geplante Mehrwertsteuersenkung von 13 auf zehn Prozent. Im internationalen oder auch europäischen Vergleich hinke Österreich nach, in der Schweiz beispielsweise liege der Mehrwertsteuersatz bei 3,7 Prozent. Zudem würden umliegende Betriebe davon profitieren, so würden die österreichischen Tourismus-Betriebe die Aufträge im Schnitt an Betriebe in der Region vergeben. Die Wirtschaftskammer begrüßt diese Entlastung, der Gast werde die geplante Senkung aber kaum spüren - mehr dazu in: Wer von der Steuersenkung im Tourismus profitiert.

Wallner begrüßt Entlastung

Landeshauptmann Markus Wallner begrüßte insbesondere die beschlossene Herabsetzung der Mehrwertsteuer auf Übernachtungen. Eine große Herausforderung für de Tourismusbranche sei jedoch die zu geringe Zahl an Saisonarbeitskräften. Hier gelte es in erster Linie gemeinsam mit dem Sozialministerium dringend neue Modelle für die saionale Beschäftigung auch Angehöriger aus Drittstaaten zu erarbeiten, so Wallner. Das unterstrich auch Landesstatthalter Rüdisser. 200 Saisonarbeitskräfte aus dem Nicht-EU-Ausland seien für Vorarlberg zu wenig. Es geht darum, gemeinsam einen Weg zu finden, den Tourismusbetrieben die notwendige Zahl an Fach- und Arbeitskräften bereitstellen zu können.

Kleinstrukturierte Landwirtschaft muss gesichert sein

Am Freitag nimmt Köstinger an der Tagung der Agrar-Ländesräte der Bundesländer in Hittisau teil. Die Landwirtschaft steht auch durch den Einnahmen-Ausfall der EU durch den Brexit vor Sparnotwendigkeiten. Für Köstinger ist deshalb klar, die vergleichsweise kleinstrukturierte Österreichische Landwirtschaft mit vielen bäuerlichen Familienbetrieben muss uneingeschränkt abgesichert werden, auch durch Verschiebung der EU-Förderungen auf kleinere Länder wie Österreich.

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