USA-Handelskonflikt: Vorarlberg wäre betroffen

US-Präsident Donald Trump hat vor ein paar Tagen einmal mehr der Welt gedroht. Um Amerikas schwächelnde Stahlbranche zu schützen, will Trump auf Importe in die USA künftig Strafzölle einheben. Auch Vorarlberger Betriebe wären betroffen.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, ab kommender Woche Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte zu verhängen. Für Stahl werde der Zoll bei 25 Prozent, für Aluminium bei zehn Prozent liegen, sagte Trump nach einem Treffen mit Branchenmanagern. Die geplanten Strafzölle sollen den schwächelnden amerikanischen Stahlwerken wieder mehr Strahlkraft veleihen. So will Präsident Donald Trump die Konkurrenz in Schach halten, gemäß seinem Motto „America First“. Auch Aluminium-Produzenten und die Autombilindustrie will er so unterstützen.

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Zwischen Amerika und der EU spitzt sich ein Handelskonflikt zu. Davon wären auch Vorarlberger Betriebe betroffen.

80 Vorarlberger Niederlassungen in Amerika

Alles andere als glücklich ist man darüber bei der Vorarlberger Wirtschaftskammer. Amerika ist der wichtigste nicht-europäische Handelspartner mit einem Exportvolumen von 502 Millionen Euro. Derzeit gebe es 80 Vorarlberger Niederlassungen in Amerika, diese wären zum Teil davon betroffen, genauso wie zahlreiche Automobilzulieferer im Land, sagt Christina Marent von der Wirtschaftskammer.

Marent: Gegenmaßnahmen nicht förderlich

EU-Kommissions-Präsident Jean -Claude Juncker kündigte bereits Gegenmaßnahmen an, wie Zölle auf Kleidung oder Motorräder. Laut Marent seien Gegenmaßnahmen aber nicht der richtige Weg und vor allem nicht förderlich. Sie befürchtet dadurch weitere Eskalationen.

Marent: Bei Handelskriegen gibt es keine Sieger

Bereits 2002 haben die USA unter Präsident George W. Bush Importzölle eingehoben. Die Welthandelsorganisation erklärte die Zölle bald für illegal. Für Marent ist klar, Handelskriege würden keine Sieger kennen. Ganz anders sieht das freilich der Präsident der Vereinigten Staaten: Handelskriege seien gut und einfach zu gewinnen, schrieb er auf Twitter.

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