Weitere Gemeinden prüfen Betreuungs-Prämie

Ähnlich wie die Gemeinde Schwarzenberg überlegen sich auch Egg und Lingenau, Familien zu fördern, die ihre Kinder selbst betreuen. Beide Gemeinden wollen aber noch die Vorschläge einer ÖVP-internen Arbeitsgruppe abwarten.

Ebenso wie Schwarzenberg wollen auch die Bregenzerwälder Gemeinden Egg und Lingenau Familien fördern, die sich selbst um die Kinderbetreuung kümmern. Einen entsprechenden Beschluss hat die Gemeindevertretung Egg bereits im vergangenen Juli gefasst. Wie die Förderung genau aussehen soll, ist laut Bürgermeister Paul Sutterlüty (Egger und Großdorfer Liste) aber noch nicht klar. Er verweist auf eine interne Arbeitsgruppe der ÖVP, die Vorschläge in diese Richtung ausarbeiten soll.

Abwarten will man auch in der Gemeinde Lingenau, sagt Bürgermeisterin Annette Sohler (ÖVP). Auch hier hat die Gemeindevertretung eine Absichtserklärung abgegeben. Genauso wie Sutterlüty lehnt auch Sohler den Begriff „Herdprämie“ ab: Es gehe nicht darum, Frauen vom Arbeiten abzuhalten, sondern die Erziehungsarbeit in den Familien zu honorieren.

Emotionsreiche Debatte

Die Debatte um die von Kritikern als „Herdprämie“ bezeichnete Zahlung der Gemeinde Schwarzenberg an Familien hatte in den vergangenen Tagen die Emotionen angeheizt. Die Gemeinde bezahlt Familien, die keine öffentliche Kinderbetreuung in Anspruch nehmen, eine Förderung in Höhe von 300 Euro pro Jahr - mehr dazu in Schwarzenberg belohnt Familien mit „Herdprämie“.

Die Reaktionen schwankten zwischen Empörung und Unterstützung für die Maßnahme. In einer „Vorarlberg heute“-Umfrage sprach sich ein Großteil der Seher für den Familienzuschuss aus - mehr dazu in Heftige Reaktionen auf „Herdprämie“.

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