Nach Aus für efef: Arbeitsgruppe gegründet

Das Land Vorarlberg, die Landwirtschaftskammer und der Handelskonzern REWE rufen eine gemeinsame Arbeitsgruppe ins Leben. Grund dafür ist die Stilllegung der REWE-Standortes in Hohenems, wo die ADEG-Eigenmarke efef hergestellt wurde.

Am Mittwoch hatte die REWE Austria Fleischwaren GmbH bekannt gegeben, dass die Produktion in Hohenems Ende Juni eingestellt werde - mehr dazu in efef stellt Produktion in Hohenems ein. In Gesprächen zwischen Politik, Interessensvertretung und dem Unternehmen wurde bereits einen Tag später die Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe verkündet.

Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land halten

Man werde zusammen nach einer zukunftsorientierten Lösung für Vorarlberg suchen, sagten Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, und Michael Riegler, Geschäftsführer der REWE Austria Fleischwaren GmbH. In den nächsten Wochen soll unter inhaltlicher Führung der Landwirtschaftskammer ein Konzept ausgearbeitet werden.

Das Ziel sei es, so viel Wertschöpfung und so viele Arbeitsplätze wie möglich im Land Vorarlberg zu halten bzw. zu erhalten. Die Gespräche dazu werden in Kürze starten und in den nächsten Wochen intensiv fortgeführt.

Verlegung des Schlachthofs nach Hohenems möglich

Aus Sicht der Landwirtschaftskammer geht es vor allem darum, das vorhandene Know-how zu nutzen. Präsident Moosbrugger denkt auch laut darüber nach, den für Vorarlberg notwendigen Schlachthof dorthin zu verlegen. Das würde erstklassige Synergien bieten, ist der Bauernvertreter überzeugt.

Der mehrfache Nutzen liegt laut Moosbrugger auf der Hand: „Adaptierung und Nutzung eines bedeutenden heimischen Fleischverarbeitungsbetriebes durch einen neuen Betreiber sowie den Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen und dadurch eines wichtigen Teils der regionalen Wertschöpfung – und das an einem Standort von historischer bäuerlicher Bedeutung gemeinsam mit der Vorarlberger Landwirtschaft.“

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