Bilgeri-Film „Aufruf zu Toleranz“

Am Freitag feiert der neue Spielfilm von Reinhold Bilgeri Premiere. In „Erik & Erika“ thematisiert er das Leben von Skirennläuferin Erika Schinegger. Im „Vorarlberg heute“-Studiogespräch spricht Bilgeri über seine Beweggründe.

Schinegger gewann in den 1960er-Jahren mehrere Rennen und triumphierte auch in der WM-Abfahrt 1966. Bei einer medizinischen Untersuchung kam schließlich ans Licht, dass Erika genetisch ein Mann war. Sie wurde intersexuell geboren und bei der Geburt als Mädchen deklariert.

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Bilgeri im Studiogespräch

Reinhold Bilgeri informierte am Dienstag im „Vorarlberg heute“-Studio über seinen neuen Film „Erik & Erika“.

„War immer ein Fan“

„Ich war von Anfang an ein Fan von Erika“, sagte Bilgeri im „Vorarlberg heute“-Studiogespräch am Dienstag. Er habe sich alle Rennen von ihr angesehen und dabei ihre „Power“ und ihren Mut bewundert. Auch nachdem sich herausstellte, dass Erika als Mann geboren wurde, sei er ein Fan geblieben.

Erik und Erika Film
ORF
Szene aus „Erik & Erika“

Die Zusammenarbeit für seinen neuen Film sei angenehm gewesen: Der heutige Erik Schinegger sei „wahnsinnig lieb und total offen“ gewesen. Er, Bilgeri, habe jede nur erdenkliche persönliche und intime Frage stellen dürfen. Bei Schinegger seien Penis und Hoden nach innen gewachsen, dadurch sei er „für ein Leben stigmatisiert“ gewesen. Seinen Film betrachtet Bilgeri auch als „Aufruf zu Toleranz“: Er hoffe, dass man heutzutage mit Menschen wie Schinegger anders umgehen würde.

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