Klimawandel beeinflusst Feinstaubbelastung

In Vorarlberg ist die Feinstaub-Belastung deutlich zurückgegangen: Pro Jahr darf in Österreich der Grenzwert von 50 Mikrogramm an 25 Tagen überschritten werden - das war zuletzt 2010 der Fall. Die Gründe sind vielfältig.

In Vorarlberg ist seit dem Jahreswechsel an drei Luftgüte-Messstationen der Feinstaubgrenzwert von 50 Mikrogramm registriert worden: In Dornbirn dreimal, in Lustenau und Bludenz je einmal. Kurz nach der Jahrtausendwende sind noch über 60 Tage mit hoher Feinstaubbelastung registriert worden, jetzt sind es um die zehn.

Viele Maßnahmen für den Erfolg

Bernhard Anwander vom Umweltinstitut des Landes führt das auf die vielen Maßnahmen in verschiedenen Bereichen zurück. Zum einen seien die Partikelfilter bei Dieselfahrzeugen dafür verantwortlich, die einen Abscheidegrad von über 90 Prozent erreichen würden. Im Winterdienst setze man auf Feuchtsalz, damit es möglichst wenig Aufwirbelungen gebe. Auch weniger Emissionen durch erneuerte Heizanlagen bei Häusern spielten eine Rolle.

Auch die Klimaänderung wirke sich aus. Es gebe im Vergleich zu früher weniger Inversionswetterlagen mit einer tagelangen Nebeldecke über dem Rheintal. Auch das wirke sich auf die Luftqualität aus.

Wenige Grenzwertüberschreitungen

Wird die Anzahl der Tage mit einer erhöhten Feinstaubbelastung überschritten, müsse eine Statuserhebung erstellt und der Hauptverursacher für die Grenzwertüberschreitung ermittelt werden, erläutert Anwander. Zudem müsse ein Maßnahmenplan erstellt werden. Mit rund zehn Überschreitungen pro Jahr ist Vorarlberg derzeit aber deutlich unter dem Grenzwert.

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