„Reservoir Moderne“: Die Moderne im Fokus

„Reservoir Moderne“ nennt sich eine neue Schau im Kunstmuseum Liechtenstein, die am Freitag eröffnet wird. Darin setzen sich Künstler mit Werken u.a. von Kasimir Malewitsch oder Marcel Duchamp auseinander.

42 Werke der Gegenwart, die meisten aus der eigenen Sammlung, präsentiert Direktor Friedemann Malsch als konzentrierten Fragenkatalog an die klassische Moderne. Die ist aber auch selbst mit Hauptwerken vertreten - etwa mit Marcel Duchamps „Boîte en valise“ - jener Schachtel, in der sich Reproduktionen seiner Werke befinden. Duchamp hatte ein tragbares Museum geschaffen.

Rosemarie Trockel beschäftigt sich mit Duchamps schnurrbärtiger Mona Lisa, Tacita Dean mit seiner Faszination für das grüne Leuchten, jenem Moment der Dämmerung, in dem das Licht am Meer grün erscheint, weil die Spektralfarben unterschiedlich gebrochen werden.

Erfrischende Neudeutungen

Mit Stanley Kubricks Film „2001: Odyssee im Weltraum“ setzt sich Clemens von Wedemeyer auseinander. Zusammen mit Maya Schweizer verlegt er auch Fritz Langs Monumentalwerk „Metropolis“ in das Shanghai der Gegenwart. Pamela Rosenkranz beschäftigt sich intensiv mit dem berühmten Blau des Franzosen Yves Klein und Mario Garcia-Torres mit einer legendären Notiz von Pablo Picasso. „Reservoir Moderne“ stellt sich den provozierenden Augenblicken der Kunstgeschichte und sieht sie erfrischend neu.

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