Grippewelle und Ferienzeit führen zu vollen Arztpraxen

In den Arztpraxen herrscht derzeit Hochbetrieb. Patienten bekommen vielfach am gleichen Tag keinen Termin mehr beim Hausarzt, oder müssen lange in der Ordination warten. Grund dafür sei die Mischung aus Grippewelle und Schulferien.

Die Grippe sorgt in Vorarlberg nach wie vor für volle Arztpraxen. So auch in Altach, wo Katharina Kopf vergangenen Oktober gemeinsam mit einer Kollegin eine Hausarztstelle übernommen hat. Derzeit brauchen die Patienten viel Geduld und die Ärzte eine gute Terminplanung, sagt Kopf. Denn momentan handle es sich hauptsächlich um akute Fälle, die gleich behandelt werden müssen. Wer hingegen weniger dringliche Symptome aufweist oder einen Besprechungstermin ausgemacht hat, muss unter Umständen ein bis zwei Tage warten, sagt Kopf.

Grippewelle sorgt für volle Arztpraxen

Patienten sprechen derzeit von Ärztemangel. Grund dafür: Die Kombination aus Grippewelle und Schulferien.

Gesundheits-Hotline: Mehr Beratungsgespräche

Dass derzeit mehr Menschen als sonst krank sind, wird auch von Seiten der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle bestätigt. Dort ist nämlich die telefonische Gesundheits-Beratung „1450“ ansässig. Laut RFL-Leiter Siegfried Marxgut sind seit Weihnachten um etwa ein Viertel mehr Beratungsgespräche verzeichnet worden.

Um die Anruferflut gerade während der Ferienzeit bewältigen zu können, ist die Hotline in dieser Woche und an den Wochenenden doppelt besetzt, nämlich mit zwei Personen statt wie sonst mit einer. Die telefonische Gesundheitsberatung leitet Patienten wenn nötig an Hausärzte weiter. Doch die haben oft schon genug Patienten. Patienten ohne Hausarzt werden aus dem Sprengel teilweise noch angekommen, sagt Kopf, hin und wieder müssen diese jedoch weitergeleitet werden.

Fieber
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Derzeit zwei Hausarztstellen ausgeschrieben

Nach Angaben der Gebietskrankenkasse gibt es derzeit 159 Allgemeinmediziner in Vorarlberg. Im vergangenen Jahr sind drei Hausärzte aus dem Dienst ausgeschieden. Alle drei Stellen konnten bereits nachbesetzt werden. Aktuell sind laut VGKK zwei Hausarztstellen ausgeschrieben, eine in Bludenz und eine in Hohenems.

Keuchhusten auf dem Vormarsch

2017 wurden 70 Fälle von Keuchhusten bei der Landessanitätsdirektion Vorarlberg gemeldet - 2016 waren es gerade mal elf. Grund dafür sind laut Sanitätsdirektion vor allem Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen - mehr dazu in: Keuchhusten auf dem Vormarsch.

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