Keuchhusten auf dem Vormarsch

2017 wurden 70 Fälle von Keuchhusten bei der Landessanitätsdirektion Vorarlberg gemeldet - 2015 waren es gerade mal elf. Grund dafür sind laut Sanitätsdirektion vor allem Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen.

Kinder würden vielfach nicht mehr gegen Keuchhusten geimpft und Erwachsene würden vergessen, die Impfung aufzufrischen - dadurch könne sich die Krankheit wieder verbreiten, erklärt Martina Türtscher von der Landessanitätsdirektion.

Mehr Fälle von Keuchhusten

Die Zahl der an Keuchhusten Erkrankten nahm in den letzten zwei Jahren von 11 auf 70 zu. Als Grund werden impfskeptische Eltern angegeben.

Die einzige Abhilfe gegen die Krankheit sei das Impfen. Denn Keuchhusten werde ganz leicht - wie eine Erkältung - übertragen. Die Krankheit dauere jedoch mehrere Wochen und könne nur mittels spezieller Antibiotika behandelt werden.

Für Säuglinge gefährlich

Keuchhusten ist laut Türtscher aufgrund der starken Hustenanfälle eine schwere Erkrankung, die vor allem bei Säuglingen gefährlich werden kann. Auch Schwangere zählen zu der Risikogruppe. In anderen Bundesländern sind bereits Informationskampagnen angedacht, in Vorarlberg sei das noch nicht nötig, sagt Türtscher. Jedoch müsse die Wichtigkeit von Impfungen wieder vermehrt in den Köpfen der Leute verankert werden.

Keuchhusten in Vorarlberg

Jahr Anzahl Fälle
2017 70
2016 43
2015 11
Anm.: Es handelt sich um die bei der Landessanitätsdirektion gemeldeten Fälle

Keine Steigerung bei Masern, Röteln und Hepatitis

Bei anderen meldepflichtigen Krankheiten wie Masern, Röteln oder Hepatitis gebe es keine Steigerung bei der Zahl der Erkrankungen in Vorarlberg. Immer wieder gebe es in Vorarlberg aber Fälle von Krätze. Diese Krankheit wird von winzigen Milben und ihren Exkrementen auf und in der Haut ausgelöst. Die unangenehme Infektion ist über engen Körperkontakt, wenig oder kaum gewaschene Kleidung, Bettwäsche oder Decken übertragbar und hängt stark von der Hygiene ab. Mangelnde Hygiene begünstigt Krätze.

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