Steigende Konkurrenz für Kinos

2017 haben 912.000 Menschen Vorarlbergs Kinos besucht. Der Umsatz lag bei 8,9 Mio. Euro - ein Minus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den kommenden Jahren werden Einbußen durch das Onlinestreaming-Angebot befürchtet.

Vorarlbergs Kinos haben im vergangenen Jahr nur einen kleinen Besucher-Rückgang hinnehmen müssen. Während bundesweit mehr als sieben Prozent weniger Kinobesucher gezählt wurden, sind es in Vorarlberg nur um 1,1 Prozent bzw. rund 10.000 Besucher weniger. Doch die Konkurrenz durch Online-Streaming-Angebote (Netflix, Amazon, etc.) wird größer und setzt auch die heimischen Kinos unter Druck.

Gezielteres Angebot als Überlebensstrategie

Peter Pienz, Vorstand der Vorarlberger Lichtspieltheater, befürchtet in den kommenden Jahren stärkere Einbußen in Vorarlberg. Vor allem kleinere Kinos seien auf Förderungen angewiesen und würden daher ihr Angebot gezielter aussuchen müssen. Wenn man sich auf eine Schiene festlege, könne er sich vorstellen, das man dann mit gewissen Förderungen überleben könne, so Pienz gegenüber dem ORF Vorarlberg.

Außerdem können Kinos noch durch Zusatzangebote im Bereich der Gastronomie punkten: 912.000 Besucher sind in den sieben Kinobetrieben, sechs Alternativkinos sowie den zwei Filmclubs in Vorarlberg gezählt worden.

Pienz: Schwankungsbreite bis zu zehn Prozent normal

Der marginale Besucherrückgang von 1,1 Prozent beunruhigt Pienz nicht - eine Schwankungsbreite von bis zu zehn Prozent gehöre zum Geschäft. Der Rückgang sei auf Wetterverhältnisse, Sportübertragungen oder das Filmangebot zurückzuführen, erläutert Pienz.

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