Nicht zu groß: Marko verteidigt Speichersee-Pläne

Laut Silvretta-Montafon-Geschäftsführer Peter Marko seien die Pläne über den Speichersee am Schwarzköpfle bereits seit mehreren Jahren bekannt. Die Vorwürfe von Umweltlandesrat Johannes Rauch sind für Marko nicht nachvollziehbar.

Die Planungen rund um den neuen Beschneiungs-Speichersee seien alles andere als unbemerkt erfolgt, sagt Silvretta-Montafon-Geschäftsführer Peter Marko am Montag zu Gast in Vorarlberg Heute. Damit reagiert er auf die Vorwürfe von Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne). Rauch hat Montagvormittag in einer Pressekonferenz gegen das Projekt gewettert. Es sei ein „völlig überdimensionierter Naturfrevel“, so Rauch - mehr dazu in: Beschneiungsprojekt für Rauch ein „Naturfrevel“.

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Interview mit Marko

Das Interview mit Silvretta-Montafon-Geschäftsführer Peter Marko in Vorarlberg Heute bei Moderator David Breznik.

Marko: Region steht hinter dem Projekt

Seit vier Jahren arbeite man daran, es habe unzählige Informationsveranstaltungen im Montafon gegeben, sowohl die Bevölkerung als auch die Unternehmen seien im Bilde. Über 3.000 Unterschriften wurden gesammelt, so Marko. Schließlich sei es wichtig, dass die Region hinter dem Projekt stehe. Die von Rauch vorgeworfene Heimlichtuerei weist Marko entschieden zurück.

Marko: Großer Speichersee ist umweltverträglicher

In den vergangenen vier Jahren wurden zahlreiche Variantenstudien absolviert, auch zahlreiche Gutachter und Sachverständiger hätten sich die Pläne angesehen. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt schließlich bei der Bezirkshauptmannschaft eingereicht. Alles habe seine Richtigkeit, rechtfertigt sich Marko.

Auch den Vorwurf, das Projekt sei überdimensioniert, weist er zurück. So würde das Silvretta-Montafon diese Größe benötigen um weiterhin wettbewerbsfähig bleiben zu können. Bei sämtlichen Prüfungen kam schließlich heraus, so Marko, dass ein großer Speichersee weitaus umweltverträglicher und ökologischer sei, als mehrere kleine. Zudem handle es sich bei dem geplanten Beschneiungs-Speichersee um einen renaturierten Bergsee, der nicht mit einem normalen Stausee verglichen werden könne.

Geplanter Speichersee: „Naturfrevel“

Ungewöhnlich scharf hat Umweltlandesrat Johannes Rauch einen geplanten Speichersee zur Schnee-Erzeugung im Skigebiet Silvretta-Montafon kritisiert.

Marko befürchtet nun Verzögerungen

Dass die nun vorhandene breite Öffentlichkeit sowie die Kritik seitens des Umweltlandesrates das Projekt behindern könnte, ist auch für Marko klar. So befürchtet er, dass das Projekt durch die Einwände verzögert werden könnte, was immense Kosten verursachen würde. Die Talschaft hätte bereits drei schneearme Winter hinter sich, hier gehe es nicht nur um die Bahn, sondern auch um die Hoteliers und die Wertschöpfung in der ganzen Region.

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