Entspannung am Arbeitsmarkt setzt sich fort

Der Beginn der Wintersaison hat sich positiv auf die Arbeitslosenzahlen ausgewirkt: Im Laufe des Dezembers ist die Zahl der Arbeitssuchenden auf 10.267 Personen zurückgegangen - ein Minus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, waren es insgesamt 12.493 Arbeitslose - 1,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Nach Angaben des Arbeitsmarktservice (AMS) Vorarlberg ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Arbeitslosenzahl bei den bleibeberechtigten Flüchtlingen um 128,7 Prozent auf insgesamt 741 Personen zunahm. Ohne diese konjunkturunabhängige Entwicklung hätten sich die Arbeitslosenbestände in Vorarlberg innert Jahresfrist sogar um 583 oder 5,8 Prozent reduziert, so AMS-Geschäftsführer Bernhard Bereuter. Zudem hätte sich unter Abzug der arbeitslosen Flüchtlinge auch die Arbeitslosigkeit, ausgenommen die über 50-Jährigen, in allen Altersgruppen spürbar verringert.

Laut Bereuter sollen die Flüchtlinge 2018 verstärkt in die AMS-Betreuung einbezogen werden. Damit wolle man erreichen, das sie rasch mit einer Ausbildung starten und direkt in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

Gesundheitliche Probleme erschweren Vermittlung

Bei den über 50-Jährigen, bei denen sich zudem noch die geänderten Einstiegsbedingungen in Pensionssystem auswirkten, liegt die Arbeitslosigkeit laut AMS nach wie vor auf dem Vorjahresniveau. Große Probleme gebe es nach wie vor auch mit der Wiedereingliederung von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie mit ungenügender Qualifikation. Beinahe die Hälfte aller vorgemerkten Arbeitslosen konnte nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss vorweisen. Bei fast 30 Prozent aller Arbeitslosen lagen gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen vor, die sich mit zunehmendem Alter kontinuierlich erhöhten. Bei den über 50-Jährigen waren es bereits 46,4 Prozent.

Nach Berufsgruppen betrachtet standen merklichen Rückgängen der Arbeitslosigkeit in den Bau- , Gaststätten- , Metall- und Handelsberufen ) Anstiege in den Hilfs- und Büroberufen gegenüber.

Arbeitslosenquote unter Bundesschnitt

Österreichweit verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent auf insgesamt 378.741. Mit 5,8 Prozent lag die (vorläufige) Arbeitslosenquote in Vorarlberg erneut deutlich unter dem Bundesschnitt von 9,4 Prozent und entsprach nach Salzburg und Tirol (jeweils 5,7 Prozent) dem niedrigsten Wert aller Bundesländer - mehr dazu in Beschäftigungshöchststand 2017 erreicht.

Mehr offene Stellen

Die Zahl der offenen Stellen erhöhte sich in so gut wie allen Branchen um 17,5 Prozent auf insgesamt 2.670. Das Anforderungsprofil der angebotenen Stellen entsprach aber sehr oft nicht dem Ausbildungsniveau der Vorgemerkten, heißt es von Seiten des AMS.

Die Zahl der Schulungsteilnehmer reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent auf insgesamt 2.226 - österreichweit erhöhte sie sich im selben Zeitraum um 6,6 Prozent.

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