Experten warnen vor Bitcoin-Spekulation

Die digitale Währung Bitcoin hat in den vergangenen Monaten und Jahren ein wahres Kursfeuerwerk hingelegt. Im Radio Vorarlberg Interview spricht der Präsident von Bitcoin Austria über Chancen und Risiken der digitalen Währung.

Der Kurs der digitalen Währung Bitcoin ist in den vergangenen Monaten und Jahren durch die Decke gegangen: Mit einer Wertsteigerung von 100.000 Prozent innerhalb der letzten 5 Jahre. Da überlegt sich wohl auch der eine oder andere Laie mit der Internetwährung Geld zu verdienen. Allerdings warnen Vorarlberger Anlageexperten und Banker vor Bitcoin, Investitionen seien reine Spekulation. EZB: „Bitcoin-Hype“ Gefahr für Finanzstabilität.

Auch der Präsident von Bitcoin Austria, Johannes Grill sagt, die Technologie hinter der digitalen Währung würde erst am Anfang stehen, sei aber mit der Einführung des Internet vergleichbar.

„Bitcoin könnte Finanzsystem verändern“

Langfristig gehe es darum, bestehenden Währungen wie dem Euro oder dem Dollar andere Zahlungsmittel gegenüberzustellen. Es sei auch durchaus das Potential da, dass Bitcoin als Zahlungssystem einige Veränderungen in unserem bisherigen Finanzsystem bewirken könnte, so Grill. Dazu würden einfachere Geldtransfers zählen, die günstiger sind und auch nicht von einem Mitarbeiter einer Bank manipuliert werden könnten.

Die enormen Kursschwankungen bezeichnet Grill als „Geburtswehen“ der neuen Währung. Bitcoin habe aber sehr wohl das Zeug zum Zahlungsmittel. Und auch wenn alle Bitcoins im Moment mehrere hundert Milliarden Euro wert seien, sei das noch wenig im Vergleich zu dem, was man in der etablierten Finanzwelt kenne, so Grill. Deswegen seien die Kursschwankungen von Bitcoin auch stärker, wenn größere Geldbewegungen stattfinden, so Grill.

Investment: Im schlimmsten Fall Totalausfall

Als Zahlungsmittel wird Bitcoin derzeit vor allem im Online-Bereich verwendet. Es gibt aber bereits Geschäfte in Österreich, die diese Währung akzeptieren, in Dornbirn gibt es einen Automaten, der Bitcoins wechselt. Allerdings könnte eine Investition in die digitale Währung auch böse enden, räumt der Präsident von Bitcoin Austria ein. Hier müsse man sich des Risikos bewusst sein, im schlimmsten Fall sei auch ein Totalverlust möglich. Es gebe Nichts und Niemanden, der garantiere, dass Bitcoin morgen noch dieselbe Kaufkraft hat, wie heute.

Das eigentliche Problem würde aber von Anbietern anderer digitaler Währungen ausgehen, die mit unseriösen Praktiken arbeiten, sagt Grill. Vertreter der Vorarlberger Banken und Anlageberater warnen vor Bitcoins. Dabei gehe es um reine Spekulation mit keinerlei Absicherung des Anlegers.

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