Initiativen fordern Eindämmung von Pyrotechnik

Dass Feuerwerkskörper gefährlich sind, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist die extreme Belastung durch Feinstaub und Schwermetalle, die von ihnen ausgeht. Zwei Initiativen wollen strengere Regeln für den Gebrauch.

Gleich mehrere Tierschutz-Organisationen, aber auch die Vorarlberger Ärztekammer, der Alpenverein und die Jägerschaft weisen kurz vor Silvester auf die Gefahren in Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern hin. Sie enthalten unter anderem Arsen, Quecksilber oder Bor - diese Stoffe können fein zerstäubt in die Lunge eindringen. Das alles stehe im Widerspruch zum Bundesluftreinhaltegesetz.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Kritik an Pyrotechnik

Die Gefährlichkeit von Böllern ist die eine Sache, die andere sind die extremen Belastungen durch Feinstaub und Schwermetalle. Das kritisieren zwei Vorarlberger Initiativen.

Dazu kommt noch die Lärmbelastung von über 140 Dezibel. Das könne zu einem Knalltrauma führen. Unter diesem Krach leiden auch Haus- und Wildtiere. Bei ihnen könne eine Panikreaktion sogar bis zum Tod führen, heißt es.

Strengere Regeln gefordert

Franz Ströhle, Obmann des Alpenschutzvereins, steht hinter der „Initiative gegen Pyrotechnik“. Er hält das Pyrotechnikgesetz zwar für sehr gut - schließlich verbiete es Feuerwerke und Pyrotechnik in privater Hand. Es gebe aber bedauerlicherweise Schlupflöcher. Dadurch werde es möglich, dass die Bürgermeister die Verwendung von Feuerwerkskörpern für eingeschränkte Zeit freigeben können. Genau das passiert zu Silvester.

Die Initiativen fordern nicht nur eine Aufklärungskampagne über die schädlichen Auswirkungen von Feuerwerkskörpern, sondern auch eine Eindämmung von Silvesterfeuerwerken bis hin zum Einstellen von Feuerwerken beim traditionellen Funken-Abbrennen.

Landesregierung rät zu Mäßigung

Auch die Vorarlberger Landesregierung hat gerade erst zur gemäßigten Verwendung von Pyrotechnik aufgerufen - unter anderem, weil vergangenes Jahr 15 Menschen nach dem Abfeuern ärztliche Behandlung brauchten.

Erst am Donnerstagabend ist ein 22-jähriger Mann in Dornbirn durch einen Böller schwer verletzt worden. Er legte den Böller in ein ausgegrabenes Loch in der Wiese, deckte es mit einer Holzplatte zu und stellte sich darauf - mehr dazu in Schwere Beinverletzung nach Feuerwerk.

Werbung X