„Vorarlberg hat sogar die besten Karten“

Projektleiterin Bettina Steindl ist weiterhin davon überzeugt, den Titel „Kulturhauptstadt 2024“ nach Vorarlberg holen zu können. Das Ausscheiden von Bregenz tue ihr leid, sei aber auch ein Chance, sagt sie im „Vorarlberg heute“-Studiogespräch am Donnerstag.

Von der Bewerbung von St. Pölten lässt sich Steindl offensichtlich nicht beunruhigen: „Ich glaube, dass Vorarlberg sogar die besten Karten hat.“ Die Konkurrenz sei zwar gut gestartet, Vorarlberg diene in vielen Bereichen aber als Modellregion, „ob kulturell, gesellschaftlich, ob in Architektur oder Design, im Handwerk.“ Sie glaube, dass die Idee der europäischen Vernetzung, das Aufmachen für Europa und das Hereinholen von Europa, wichtig sei.

Bettina Steindl im Gespräch

Bettina Steindl leitet das Designforum Wien und war bei den Kulturhauptstadtprojekten Linz 09 und Ruhe 2010 dabei. Sie erklärt, warum jetzt Vorarlberg ihre Wahl war.

In ihr erstes Treffen mit Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Bernhard (beide ÖVP) geht Steindl mit Optimismus. Es brauche jetzt klare Informationen und Überzeugungsarbeit. Das könne sie liefern - „und dann denke ich, haben wir auch das Land im Boot“. Letzteres sei für Vorarlberg entscheidend.

„Brexit“ schmerzt

Dass Bregenz beim Vorhaben „Kulturhauptstadt 2024“ nicht mehr an Bord ist, schmerze: „Es tut mir sehr leid, weil Bregenz eine wunderschöne Stadt ist.“ Das heiße aber noch nicht, dass nach dem „Brexit“ - wie Steindl das Ausscheiden von Bregenz bezeichnet - nicht einzelne Institutionen Teil der Kulturhauptstadt sein könnten.

Bregenz hatte sich Anfang Dezember aus dem Projekt verabschiedet, weil der konkrete kulturelle, wirtschaftliche und damit auch gesellschaftliche Nutzen fehle, wie sich Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP) damals ausdrückte. Steindl selbst ist erst seit kurzem Projektleiterin. Ihre Vorgängerin verlängerte ihren Vertrag aus persönlichen Gründen nicht.

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