Gräve setzt im Spielplan auf regionale Themen

Stephanie Gräve übernimmt im August des nächsten Jahres die Intendanz des Vorarlberger Landestheaters. Die 49-Jährige muss sofort an die Arbeit gehen, einen Spielplan gibt es nämlich noch nicht. Wie sie das schaffen will, verrät sie im Gespräch mit dem ORF.

Sie sei mit einem fast fertigen Spielplan vor die Findungskommission getreten, sagte die designierte Landestheaterintendantin am Donnerstag. „Das lässt sich jetzt gut machen, es ist ja kein Riesenhaus. Es bietet ausreichend Möglichkeiten, aber es ist nun nicht so, dass man 30 Premieren machen muss“, so Gräve. Bonn, Basel und Bern waren die letzten Stationen der 49-Jährigen - Bregenz mit dem vierten „B“ passe da gut dazu, meinte sie augenzwinkernd.

Neue Landestheater Intendantin Stefanie Gräve
Anna Polke

Regionale Themen im Fokus

Konkret wurde Gräve bei ihrem ersten Antritt noch nicht, sie zeigte aber gewisse Zielsetzungen auf: Themen, die die Region geprägt haben und heute noch beschäftigen, sei ihr Ansatz für das Landestheater. Und die Nachbarschaft zum Kunsthaus Bregenz einerseits und dem vorarlberg museum andererseits lade zu Kooperationen verschiedenster Art ein.

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Stephanie Gräve vorgestellt

Am Donnerstag hat sich die designierte Landestheater-Intendantin Stephanie Gräve erstmals der Presse vorgestellt.

Zum Theater gebracht habe sie die Überzeugung, dass es ein Ort sei, wo Kunst und gesellschaftliches Engagement verbunden werden können. „Bregenz liegt in dieser internationalen Bodenseeregion - und das sollte auch im Theater Ausdruck finden und im Spielplan.“

Einstimmig gewählt

Gräves ausgeprägtes Interesse an der Region, ihre Erfahrung und ihre Eloquenz hätten eindeutig für sie gesprochen, sagte der Leiter der Kulturabteilung des Landes, Winfried Nussbaummüller, einer von vier Aufsichtsratsmitgliedern in der Findungskommission. Die deutsche Dramaturgin wurde einstimmig aus 65 Bewerbungen ausgewählt, das Hearing wurde mit sieben Kandidaten durchgeführt. Nussbaummüller betonte am Donnerstag, dass das Auswahlverfahren zwar zügig durchgeführt worden sei, kein Hauruckverfahren war.

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