Neue Studie zu Kinderkosten gefordert

Rund 80 Organisationen, darunter die Vorarlberger Jugendanwaltschaft, fordern von der künftigen Regierung eine Erhebung zu den Kosten, die ein Kind verursacht. Die derzeitigen Berechnungsgrundlagen seien veraltet.

Wer Sachpolitik machen wolle, brauche Daten, anhand derer diskutiert werden könne, betont der Vorarlberg Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch. Bei den Kosten, die Familien für ihre Kinder aufwenden müssen, würden diese aber fehlen. Zwar gebe es Regelbedarfssätze, die festlegen, wie viel Geld Familien für ein Kind je nach Altersstufe durchschnittlich aufwenden. Diese würden auch jährlich dem Verbrauchsindex angepasst, jedoch stammten die zugrundeliegenden Berechnungen aus dem Jahr 1964.

Rauch: Höhere Mietkosten, andere Bedürfnisse

Seither habe sich sehr viel verändert, gibt Rauch zu bedenken. Besonders die Mietpreise seien rasant gestiegen. Zudem seien die heutigen Bedürfnisse und Standards nicht mit jenen aus dem Jahr 1964 vergleichbar: So seien etwa Smartphone, Laptop und Computer aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dennoch würde das aktuelle Familienrecht noch immer auf die über 50 Jahre alten Erhebungen Bezug nehmen.

Aus diesem Grund fordern nun über 80 österreichische Organisationen eine neue Erhebung der Kinderkosten. Nur so könne die Familienpolitik modernisiert und auf aktuelle Grundlagen gestellt werden.

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