Warnung vor Brandgefahr im Advent

Die Brandverhütungsstelle warnt auch heuer vor der erhöhten Brandgefahr durch Kerzen zur Adventzeit. Es gebe pro Jahr 20 Brände, die zwar von Privatpersonen gelöscht werden können, aber dennoch ein Fall für die Versicherung werden.

Im Vorjahr gab es nach Angaben von Ralph Pezzey, Geschäftsführer der Brandverhütungsstelle, nur einen einzigen durch einen Adventkranz ausgelösten Brand in einem Gebäude, bei dem die Feuerwehr anrücken musste - mehr dazu in Adventgesteck verursachte Zimmerbrand. Daneben wurde die Feuerwehr in einem weiteren Fall alarmiert, weil sich Moos in einer Laterne im Freien entzündet hatte und auf die Hausfassade übergriff. In beiden Fällen sei der Schaden gering gewesen, so Pezzey.

Dennoch warnt er: Die Brandgefahr durch Kerzen in der Adventszeit dürfe nicht unterschätzt werden. Entsprechend den Untersuchungen der Brandverhütungsstelle entstünden jährlich etwa 20 Schadensfälle, die zwar von Privatpersonen noch erfolgreich gelöscht werden können, dennoch aber zu Schadensleistungen der Feuerversicherer führen.

Trockene Zweige und abgebrannte Kerzen als Gefahr

Je näher der Weihnachtsabend rückt, desto höher oft die Brandgefahr, so Pezzey: Die Gestecke und Kränze würden einerseits in den trockenen Räumen rasch austrocknen und seien dadurch leicht entzündbar - andererseits kämen abgebrannte Kerzen den Zweigen immer näher.

Vielfach unterschätzt werde zudem die Brandgefahr von Teelichtern. Diese lösen laut Pezzey besonders häufig Brände aus, wenn sie in unmittelbarer Nähe von leicht entzündlichen Gegenständen aufgestellt werden. Brände durch flackernde Flammen und Überhitzung des Behälters könnten durch im Teelicht befindliche Streichhölzer, minderwertige Wachse oder Klumpen an der Dochtspitze verursacht werden, warnt er. Plötzlich brenne dann nicht nur mehr der Docht, sondern das ganze Teelicht.

Tipps zur Brandverhütung*

  • Adventskränze und Gestecke nur auf unbrennbare Unterlagen stellen
  • abgebrannte Kerzen rechtzeitig ersetzen
  • Kerzen auf Kränzen und Gestecken in stabilen und sicheren Halterungen befestigen und darauf achten, dass die Kerzen nicht zu nahe an Zweige, Papierschmuck oder Bänder gelangen
  • auf ausgetrockneten Adventskränzen oder Gestecken sollten Kerzen nicht mehr angezündet werden.
  • Adventskränze und Gestecke mit brennenden Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen und besonderes Augenmerk auf Kleinkinder und Haustiere legen
  • Streichhölzer und Feuerzeuge an für Kinder unzugänglichen Orten aufbewahren, Kinder über die Gefahren aufklären.
  • Bei Teelichtern beobachten, ob der Docht in der Mitte und nicht an der dünnwandigen Aluminiumhülle abbrennt.
  • Für alle Fälle die Notrufnummer 122 der Feuerwehr sowie den Standort des Feuerlöschers merken.
  • Als gefahrlose Alternative bieten sich neuartige Kerzen und Teelichter mit modernster Lichttechnologie (LED-Technik) an, die sich relativ leicht einschalten lassen und stromunabhängig aufgestellt werden können
  • Montage von Rauchwarnmeldern

* Quelle: Brandverhütungsstelle

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