Älpler hoffen auf gesetzliche Lockerungen

Der Großteil der Vorarlberger Alpen ist für die nächste Saison bereits wieder verpachtet. Noch sei ein großes Interesse an der Alpwirtschaft vorhanden, heißt es im Land, aber der Druck auf die Alpen steige. Schuld daran sind vor allem die gesetzlichen Vorgaben.

Ob es um die vorgeschriebene Wasserversorgung geht oder um genaue Hygiene-Vorschriften - auf den Alpen musste in den vergangenen Jahren viel Geld investiert werden. Geld, das im Lauf einer Saison erst wieder erwirtschaftet werden muss.

Eine Erleichterung soll die neue Trinkwasserverordnung bringen, heißt es beim Land. Dann wäre die rund 500 Euro teure Wasseruntersuchung nicht mehr jedes Jahr, sondern nur mehr alle drei Jahre nötig. In die Wasserversorgung und die Untersuchung des Wassers wurden im vergangenen Jahr mehr als 400.000 Euro investiert, etwas mehr als die Hälfte der Kosten hat das Land übernommen.

Registrierkassenpflicht spielt keine große Rolle mehr

Bereits gelockert wurde die Registrierkassenpflicht: Die Einkommensgrenze wurde angehoben, somit spielt sie für die meisten Alpen keine Rolle mehr. Beim Alpwirtschaftsverein hofft man, dass die Vorschriften weiter gelockert werden und die Vorgaben der EU an die Situation in Österreich angepasst werden. Schließlich wolle man dem Wanderer auch weiterhin das bieten, was er auf einer Alpe sucht: ein uriges Erlebnis. Und dazu gehöre nicht unbedingt ein berührungsloser Wasserhahn am WC.

Im vergangenen Jahr wurden in Vorarlberg 524 Alpen bewirtschaftet, mehr als 1.000 Älpler und Älplerinnen haben fast 40.000 Tiere versorgt.

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