Noten für Lehrer: Vorschlag stößt auf Zustimmung

Vorarlberger Schulexperten befürworten die Pläne von ÖVP und FPÖ, nach denen Schüler künftig ihre Lehrer benoten sollen. Den Plänen zufolge sollen diese verpflichtenden Feedbacks für Lehrer in allen Schultypen eingeführt werden.

Im Zuge der türkis-blauen Koalitions-Verhandlungen wurden zuletzt zahlreiche Maßnahmen im Bildungsbereich präsentiert. Eine davon lautet, dass künftig die Schüler ihre Lehrer bewerten - anonym und in allen Schultypen. Dieses verpflichtende Feedback für die Lehrer stößt in Vorarlberg auf Zustimmung.

Schüler, die Lehrer bewerten, sind laut AHS-Lehrervertreter Gerhard Pusnik nichts Neues - das werde an vielen Vorarlberger Schulen schon längere Zeit gemacht, allerdings meist auf freiwilliger Basis. Die Einführung eines verpflichtenden Feedbacks für die Lehrer hält Pusnik im Grunde für eine vernünftige Sache. Es dürfe aber dadurch keine Auswirkungen auf die Bezahlung der Lehrer geben.

Schülerunion: Mehr Austausch nötig

Dieser Meinung ist auch Johann Scheffknecht, Direktor der HAK Lustenau. Dort gibt es seit drei Jahren ein verpflichtendes Feedback für die Lehrerschaft. Die Erfahrungen seien sehr positiv, sagt Scheffknecht. Sowohl das Schulklima als auch der Unterricht seien besser geworden.

Schülervertreter würden das Feedback seit Jahren fordern, sagt Sebastian Ratz, ehemaliger Landesschulsprecher und Obmann der Schülerunion. Aus seiner Sicht braucht es mehr gegenseitigen Austausch zwischen Schülern und Lehrern.

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