Hard soll ein Hafenquartier bekommen

Bauen am Wasser: In der Bodenseegemeinde Hard soll ein Hafenquartier entstehen. Bürgermeister Harald Köhlmeier (ÖVP) stellte bei der Pressekonferenz am Dienstag aber klar, dass es auch in Zukunft keine Passagierschiffe im Binnenbecken geben soll.

Die Neugestaltung des Harder Hafenbereichs hat in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Vor allem die Vorstellung, dass künftig Passagierschiffe im Binnenbecken anlegen, sorgte bei Bürgern und den Oppositions-Parteien für Proteste. In zwei Wochen wird es dazu eine Volksabstimmung geben - mehr dazu in Harder Opposition hält an Volksabstimmung fest (vorarlberg.ORF.at; 30.6.2017).

Pressekonferenz
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(v.l.n.r.) Franz Schmidt, Bgm. Harald Köhlmeier, Wolfgang Fiel

Bürger sollen ihre Ideen einbringen

Hard will bei der Gestaltung des Zentrums und des See-Bereichs neue Impulse setzen - besonders beim Thaler-Areal, beim Strandbad und beim Hafen. Eines sei klar, betont Köhlmeier: die Harder Bevölkerung müsse in die Planung miteingebunden sein. Immerhin gelte es, das bestehende Natur- und Naherholungsgebiet zu bewahren.

Um nun neue Ideen zu sammeln, konnten vier internationale Gestaltungsbüros für den Weiterentwicklungs-Prozess gewonnen werden. Drei Büros kommen aus dem skandinavischen Raum, eines aus England. Daraus sollen in einem ersten Schritt vier unterschiedliche Zukunftsbilder entstehen. Laut Köhlmeier sind bis dahin 100.000 Euro für die Umsetzung der nächsten Schritte eingeplant.

Seeufer
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Bodenseeufer in Hard

Vier international bekannt Planungsbüros wurden eingeladen, nach Hard zu kommen:

Urban Agency
vielfach ausgezeichnetes Architekturbüro mit Büros in Kopenhagen, Dublin und Lyon. Die vier Partner Maxime Laroussi, Andrew Griffin, Henning Stüben und Heechan Park sind für laufende Projekte in Europa, Asien und Nord Afrika verantwortlich. Urban Agency begegnet den gegenwärtigen Herausforderungen im städtischen und ländlichen Raum mit der Entwicklung pragmatischer, sensibler und qualitativer hochwertiger Lösungen. Im Kontext von Hard: Uferzonen-Projekte in Kopenhagen und Faaborg.

Dow Jones Architects
mehrfach ausgezeichnetes Architekturbüro in London; seit der Gründung im Jahr 2000 ist eine große Brandbreite unterschiedlicher Projekte im privaten, öffentlichen und kommerziellen Sektor für Auftraggeber wie der Greater London Authority, Design for London oder Tate Britain entstanden. Dow Jones Architects haben eine spezielle Reputation im Umgang mit sensiblen Orten am Land, in der Stadt, denkmalgeschützten Gebäuden, Schutzzonen oder UNESCO Weltkulturerbe-Stätten. Im Kontext von Hard: Projekte in außergewöhnlichen natur- und stadträumlichen Kontexten.

Snøhetta
international renommierte und vielfach ausgezeichnete Praxis für Architektur, Landschaftsdesign, Innenarchitektur und Markendesigns mit Büros und Studios in Oslo, New York, San Francisco und Innsbruck. Mit ihren Projekten versuchen sie den Geist des Ortes, dessen Identität und das Verhältnis zu den Mitmenschen und der Umgebung zu verstärken. Im Kontext von Hard: Entwicklung Uferzone Oslo.

Avanto Architects
2004 von Ville Hara und Anu Puustinen in Helsinki gegründet; Avanto Architects arbeiten an Projekten unterschiedlichsten Maßstabs für Kommunen, Firmen und Private. Die Natur ist ein essentieller Bestandteil ihrer Entwurfsphilosophie, sowohl was die Beziehung von Architektur und Landschaft betrifft, als auch deren Erhalt für zukünftige Generationen. Im Kontext von Hard: Uferzonen Projekte in Finnland.

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