Plus drei Prozent: Einigung bei Metaller-KV

In der sechsten Verhandlungsrunde einigten sich beide Seiten Donnerstagabend auf ein Plus von drei Prozent. Laut dem Vorarlberger Gewerkschaftsvorsitzenden Norbert Loacker sei das ein „annehmbarer Abschluss“.

Die rund 130.000 Beschäftigten der Branche in Österreich - davon rund 13.000 in Vorarlberg - bekommen rückwirkend mit 1. November drei Prozent mehr Lohn. Neben der Erhöhung der KV- und Ist-Löhne steigen auch die Auslandsdiäten um 1,9 Prozent, die Reisekostenvergütung wird schrittweise jedes Jahr erhöht. Die Aufwandsentschädigungen steigen um 1,9 Prozent, die Zulagen und Lehrlingsentschädigungen werden um drei Prozent erhöht. Für Loacker ist es ein „annehmbares Ergebnis“.

Wichtig: Erhöhung Lehrlingsentschädigung

Mit der Lohnerhöhung sei nach Jahren von Abschlüssen unter oder nur leicht über der Inflationsrate ein Ergebnis erzielt worden, das die Arbeitnehmer an der guten Wirtschaftslage zumindest ein wenig teilhaben lässt. Die Erhöhung der Lehrlingsentschädigung bezeichnet Loacker als „eine wichtige Maßnahme, um die Lehre attraktiver zu machen. Nur so können wir auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken.“

„Hart erkämpftes Ergebnis“

Laut Loacker waren die Verhandlungen hart, die Gegenseite hätte großen Druck auf die Gewerkschaft ausgeübt. Streiks standen bereits im Raum - mehr dazu in: Geplatzte Lohnrunde provoziert Streiks. Loacker spricht sogar von einem „feindseligen Klima“, für dass die Arbeitgeberseite verantwortlich gewesen sei. „Es hatte den Anschein, als wollten die Industrievertreter, mit der Industriellenvereinigung im Hintergrund, das System der Sozialpartnerschaft an die Wand fahren, nur um ihre eigenen Interessen zu stärken.“

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