Babyboom sorgt für Bevölkerungswachstum

Zum Stichtag 30. September war Vorarlberg Hauptwohnsitz von über 392.000 Menschen - 0,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein Grund für das dieses Wachstum ist die hohe Geburtenzahl.

Das geht aus dem neuesten Bevölkerungsbericht der Landesstelle für Statistik hervor.

Der Bevölkerungszuwachs hat sich überwiegend auf das Rheintal konzentriert. In dieser Region hatten zum Stichtag 30. September insgesamt 264.361 Menschen ihren Hauptwohnsitz. Das ist gegenüber dem vergangenen Jahr ein Zuwachs von mehr als 2.600 (+ 1 Prozent). Prozentuell gab es in der Region Brandnertal mit einem Plus von 3,1 Prozent den stärksten regionalen Bevölkerungsanstieg, gefolgt von der Region Arlberg/Klostertal mit einem Plus von 1,5 Prozent.

Höhere Geburtenzahlen zuletzt in den 90-er-Jahren

Für das Bevölkerungswachstum ist zu zwei Fünftel die positive Geburtenbilanz mit 1.330 Personen verantwortlich. Mit 4.330 Lebendgeborenen im Jahr 2016 lag die Geburtenzahl deutlich über dem Niveau der Vorjahre. Höhere Geburtenzahlen waren zuletzt zu Beginn der 1990-er Jahre festzustellen.

Auch die Wanderungsbilanz hat laut Bevölkerungsbericht einen Einfluss auf das Bevölkerungswachstum: Von den 2.000 Menschen, die mehr nach Vorarlberg zugewandert als abgewandert sind, stammten nur rund 470 Personen aus Krisenländern (Syrien, Afghanistan, Irak, Somalia und Pakistan). Drei Viertel der Zugewanderten sind Staatsbürger anderer EU-Staaten, die anderen Personen sind aus anderen Staaten nach Vorarlberg gekommen. „Damit hat sich die Zuwanderung nach Vorarlberg in etwa wieder dort eingependelt, wo sie vor der Flüchtlingskrise war“, erläutert der Leiter der Statistik-Stelle, Egon Rücker.

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