"Veränderungswunsch muss man Rechnung tragen“

Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass Intendant Alexander Kubelka das Vorarlberger Landestheater ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages verlässt. Kulturlandesrat Christian Bernhard (ÖVP) räumt im Gespräch mit dem ORF mit Gerüchten auf.

Der Fünfjahresvertrag mit Kubelka wurde laut der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft (KuGes), die das Landestheater betreibt, einvernehmlich aufgelöst. Die Intendanz wurde neu ausgeschrieben. Über die Gründe für das verfrühte Ausscheiden sagt Landesrat Bernhard dem ORF: „Es wollte sich Alexander Kubelka verändern, und so einem Veränderungswunsch muss man dann auch Rechnung tragen.“ Der Noch-Intendant habe schon länger mit anderen Optionen geliebäugelt.

Christian Bernhard
ÖVP
Kulturlandesrat Christian Bernhard

Viele Bewerber für Nachfolge

Zum Abschied streute die KuGes Kubelka vor zwei Wochen Rosen. Dennoch halten sich Gerüchte, der Intendant sei immer wieder abgemahnt worden. „Wir haben dem scheidenden Intendanten Rosen gestreut, und das auch zu Recht“, sagte Bernhard dazu. „Wenn eine wichtige Person im Kulturleben geht, dann gibt es natürlich auch Gerüchte und Vermutungen und möglicherweise auch Verschwörungstheorien, was da alles hätte sein können.“ Eine einvernehmliche Trennung bedeute aber auch, dass sich die scheidenden Partner verpflichtet hätten, „dass sie über weitere Inhalte schweigen.“

Einen Kandidaten für die Nachfolge Kubelkas gibt es laut Bernhard noch nicht. Der zeitliche Ablauf sei eben ein überraschender gewesen. Es freue ihn aber, „dass Vorarlberg und das Landestheater ein begehrter Platz ist.“ Man habe schon etwa ein Dutzend Bewerbungen erhalten.

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