Loacker: Arbeitgeberseite „verantwortungslos“

Bei der dritten Runde der Metaller-Lohnverhandlungen konnte am Montag wieder keine Einigung erzielt werden. ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker schiebt die Schuld auf die Arbeitgeber, sie agierten verantwortungslos.

„Die ArbeitgebervertreterInnen haben die Gespräche über den Kollektivvertrag aus nichtigen Gründen platzen lassen“, so Loacker am Montagabend in einer Aussendung. Die Arbeitgebervertreter hätten „beleidigt“ reagiert, so Loacker, weil der Nationalrat zuletzt auf Drängen der Arbeitnehmervertreter Beschlüsse zum Mindestlohn und zur Gleichbehandlung von Arbeitern und Angestellten gefasst habe. „Jetzt wird uns vorgeworfen, wir hätten den Weg der Sozialpartnerschaft verlassen, weil die Wirtschaft angeblich nicht eingebunden war.“

Vier-Prozent-Forderung bleibt

Zudem hätten die Arbeitgeber wieder die alte Forderung vorgebracht, dass die Lohnverhandlungen auf Betriebsebene geführt werden sollten - für Loacker indiskutabel, weil die Arbeitnehmer damit „der Willkür einzelner UnternehmerInnen ausgesetzt“ wären. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA fordern weiterhin vier Prozent Lohnerhöhung und die „Freizeitoption“ in den Kollektivverträgen. Letzteres sieht die Wahlmöglichkeit zwischen einer Lohnerhöhung und mehr Freizeit vor.

Am 25. Oktober soll jetzt eine Betriebsrätekonferenz stattfinden, wo über die weitere Vorgehensweise entschieden wird. Allein in Vorarlberg sind 13.000 Menschen in der metallverarbeitenden Industrie tätig.

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