Lage am Arbeitsmarkt weiter stabil

Im September gab es in Vorarlberg 0,3 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahr. Generell ist die Lage am Arbeitsmarkt aber stabil, vermeldet das Arbeitsmarktservice. Ein Grund für die höheren Arbeitslosenzahlen sei die gestiegene Zuwanderung.

Ende September gab es in Vorarlberg 9.463 vorgemerkte Arbeitslose. Das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Berücksichtigt man die gesunkene Zahl der Schulungsteilnehmer, kann man laut AMS von einem Minus von 0,5 Prozent sprechen. Die Zahl der unselbständig Beschäftigten lag bei 3.000 - das sind knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich aber auch das Arbeitskräfteangebot vor allem durch Zuzug aus dem Ausland, wie AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter am Montag mitteilte.

Laut Bereuter wurden die Prognosen für die nächsten Monate nach oben korrigiert. Man rechne heuer und im kommenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent.

30 Prozent mit gesundheitlichen Einschränkungen

Obwohl in fast allen Bereichen gute Arbeitsmöglichkeiten bestünden, bereite die Wiedereingliederung von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie mit ungenügender Qualifikation nach wie vor große Schwierigkeiten, so Bereuter. Demnach haben fast 30 Prozent aller derzeit vorgemerkten Arbeitslosen gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen - bei den 50-Jährigen sind es laut Bereuter sogar beinahe die Hälfte. 46,1 Prozent aller Arbeitslosen fehlte zudem der Pflichtschulabschluss.

Höhere Arbeitslosen-Zahl durch Flüchtlinge

Insbesondere den bleibeberechtigten Flüchtlingen fehle es an einer Ausbildung, so Bereuter. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Arbeitslosenbestand in dieser Gruppe um 13,4 Prozent auf insgesamt 575, gegenüber dem Vorjahr sogar um 96,9 Prozent. Würde dieser Personenkreis herausgerechnet, hätte sich die Arbeitslosenzahl laut Bereuter im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent reduziert.

Eine frühzeitige Eingliederung von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt sei nicht immer die nachhaltigste Vorgangsweise, so Bereuter. Vorrangig sei die Ausbildung. Von der Vorbereitung für die Berufsschule bis zum Abschluss einer Lehre könnten fünf bis sechs Jahre vergehen.

Zunahme an Arbeitslosen bei 25- bis 40-Jährigen

Nach Altersgruppen betrachtet nahm die Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich vor allem bei den 25- bis unter 40-Jährigen (plus 3,3 Prozent) sowie den 20- bis unter 25-Jährigen (plus 2,3 Prozent) merklich zu, während sie sich bei den 40- bis unter 50-Jährigen in diesem Zeitraum 5,4 Prozent verringerte. Geringe Anstiege gab es bei den unter 20-Jährigen sowie den über 50-Jährigen.

Gestiegen ist die Zahl auch bei den Arbeitslosen in den Hilfs- und Büroberufen - weniger Arbeitslose gab es bei den Verkehrsberufen. Bei den Inländern nahm die Arbeitslosenzahl nach Angaben des AMS um 0,8 Prozent ab, während sie bei den Ausländern (inklusive Asylberechtigte) im selben Zeitraum um drei Prozent zunahm.

Österreichweit verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent. Mit 5,5 Prozent lag die Quote deutlich unter dem Bundesschnitt von 7,5 Prozent.

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