Land baut Trinkwasserversorgung aus

Das Land Vorarlberg baut die Trinkwasserversorgung für die heimische Bevölkerung und Wirtschaft kontinuierlich aus. Seit dem Jahr 2006 wurden dafür bereits an die 162 Millionen Euro investiert.

Ein großer Teil des aufgewendeten Geldes komme vom Bund, sagten Regierungsvertreter am Dienstag im Bregenzer Landhaus.

Wasserverbrauch von 58 Mrd. Liter pro Jahr

Vorarlberg ist laut Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (ÖVP) eine der wasserreichsten Regionen Europas. Dies auch deshalb, weil pro Jahr etwa 1.900 Millimeter Niederschlag fallen. Diese enorme Wassermenge sei auch vonnöten, denn Vorarlbergs Industrie und Wirtschaft verbraucht jährlich an die 39 Milliarden Liter, die Haushalte gut 19 Milliarden. Um das Wasser rein und verfügbar zu halten, sind nach Angaben von Rüdisser enorme finanzielle Aufwendungen notwendig.

„Wir haben in den vergangenen zehn Jahren in diesem Bereich knapp 150 Millionen Euro investiert. Heuer sind es 18 Millionen Euro, davon kommen etwa 3,5 Millionen Euro aus Landesmitteln“, so der Landesstatthalter.

30 Wasserprojekte in Umsetzung

Organisiert wird die Vorarlberger Wasserwirtschaft laut ÖVP-Landesrat Erich Schwärzler sehr dezentral, daher sei sie in guten Händen. „Wir haben in 85 Gemeinden eine Gemeindewasserversorgungsanlage. Enorm freut mich, dass wir neben drei Wasserverbänden 104 Wassergenossenschaften haben, in denen Menschen ehrenamtlich für das Wasser Verantwortung übernehmen“, sagt Schwärzler. Die Aufgaben dieser Mitarbeiter bestehen laut Schwärzler im Schutz des Wassers, im Schutz vor Naturkatastrophen und in der Sicherstellung der Nutzung.

In erster Linie gehe es dabei um Erweiterungen und Sanierungen von bestehenden Leitungsnetzen, um verschiedene Anlageteile, Hochbehälter, Schutzgebiete und Verbundleitungen, sagt Thomas Blank, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft. 30 Projekte werden derzeit umgesetzt, für kommendes Jahr sind weitere 35 geplant.

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