Polizei warnt vor Bitcoin-Betrügern

Die Polizei warnt vor Betrügern, die Angestellte von Trafiken, Tankstellen und Postpartnern via Telefon dazu überreden, die Codes für Bitcoin-Ladebons bekanntzugeben. Die Opfer werden bis zu 90 Minuten unter Druck gesetzt.

Die Betrüger geben sich bei den Anrufen als Mitarbeiter von Bitcoins-Vertriebsstätten aus. Gegenüber den Opfern geben sie an, dass die ausgelieferten Bitcoins keine Gültigkeit mehr hätten und deswegen ausgetauscht werden müssten. Dann sollen die Opfer die Codes der Bitcoins bekanntgeben, damit sie vorgeblich aus dem System gelöscht werden könnten. Nur Minuten darauf werden die Ladebons von den Tätern eingelöst.

Für die Angestellten ist nicht unmittelbar einsichtig, dass es sich bei den Anrufern um Betrüger handelt. Die Telefonnummern werden verschleiert, zudem machen die Täter Druck, indem sie mit Jobverlust oder finanziellen Haftungen drohen. Bis zu 90 Minuten können solche Telefongespräche andauern. Seit August haben die Täter österreichweit 60-mal, in Vorarlberg sechsmal zugeschlagen.

Bundeskriminalamt rät zur Vorsicht

Das Bundeskriminalamt rät, keinesfalls die Codes von Ladebons via Telefon bekanntzugeben. Sollten Zweifel an der Identität des Gesprächspartners aufkommen, soll das Gespräch beendet werden - etwa mit Hinweis auf einen Rückruf - und die bekannten Kontaktnummern gewählt werden. Zudem sollen Opfer dieser Gespräche darauf achten, ob ein Akzent zu bemerken ist. Sollten die Codes dennoch bekanntgegeben worden sein, sollen sich die Opfer um eine Sperrung bemühen und dann die Polizei verständigen.

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