Familienzuschuss: Präventionsketten geplant

Die Hilfestellung für Familien in Vorarlberg soll weiter ausgebaut werden, so das erklärte Ziel der Landesregierung. Heuer sind 7,2 Millionen Euro für Familienförderungen vorgesehen. An erster Stelle steht der Familienzuschuss.

Neben dem einkommensabhängigen Familienzuschuss sollen auch Aktionen wie der Familienpass, Elternbildung, Leseförderung oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden. Künftig will die Landesregierung vor allem noch mehr in die Prävention investieren.

Wallner: Es muss schneller reagiert werden

Denn zu oft werde das Leid eines Kindes erst erkannt, wenn schon viel passiert ist, sagt Landeshauptmann Markus Wallner. Beim Aufbau einer Präventionskette gehe es um die Begleitung von Geburt bis zum Eintritt ins Berufsleben. Wir wollen früher erkennen, wann es einem Kind nicht gut geht und schneller reagieren können, erklärt Wallner. Dabei gehe es vor allem um die Vernetzung von bestehenden Angeboten. Das umfasse auch die Sprachvermittlung, um auch hier so früh wie möglich anzusetzen.

Im Moment sei man in einer Phase der Erprobung. Als finanzieller Rahmen sind laut Wallner vorerst 160.000 Euro vorgesehen. Aktuell wird das Projekt in den Gemeinden Dornbirn, Rankweil, Wolfurt und dem Bregenzerwald gestartet.

Finanzielle Zusage fehlt

Die Zusage für den Ausbau der Kinderbetreuung fehlt laut Wallner zudem immer noch. Für die Bürgermeister heißt das, dass ihre Projekte gefährdet sind. Deshalb fordert er von der Bundes-SPÖ nun eine Finanzierungszusage.

52,5 Millionen Euro stellt der Bund österreichweit für den Ausbau der Kinderbetreuung pro Jahr zur Verfügung. Ende des Jahres läuft die aktuelle Vereinbarung allerdings aus, sagt Wallner. Er fordert deshalb eine Entscheidung im Ministerrat, der am Mittwoch zusammen kommt. Das wäre die letzte Gelegenheit, das Thema regulär auf Schiene zu bringen. Eine schnelle, pragmatische Lösung abseits alle Wahlkampftöne sei nötig. Ohne die Verlängerung drohe in vielen Gemeinden die Einstellung von laufenden Projekten. Vorarlberg erhält vom Bund aktuell 2,5 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung pro Jahr.

Neue Finanzierungsform nötig

Zuletzt geäußerte Einwände der SPÖ, dass etwa das zweite Gratis-Kindergartenjahr erneut auf die lange Bank geschoben werde, will Wallner so nicht gelten lassen. Es stehe außer Streit, dass für den Ausbau der Kinderbetreuung eine neue Finanzierungsform erarbeitet werden müsse. Das sei aber aufgrund der vorgezogenen Nationalratswahl nicht zu schaffen gewesen.

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