IKEA: Umwidmung der Fläche vor Abschluss

Das Ziel das Möbelkonzerns IKEA, sich in Lustenau anzusiedeln, ist für das Unternehmen und die Gemeinde wieder einen wesentlichen Schritt näher gerückt. Das Verfahren, mit dem die Gemeinde zur Umwidmung der Fläche ermächtigt wird, ist weitgehend abgeschlossen.

Im November des Vorjahres hat die Gemeindevertretung von Lustenau den Kaufvertrag mit IKEA beschlossen, wenig später wurde der Pakt unterzeichnet. In der Raumplanungsstelle des Landes wird derzeit der Antrag der Gemeinde auf Umwidmung der 10.000 Quadratmeter großen Fläche in Lustenau geprüft. Das Verfahren sei bereits weit fortgeschritten, sagt Abteilungsleiter Raimund Fend. Die Behörde sei zu einem positiven Ergebnis gekommen, das heißt nach umfangreicher Prüfung und zahlreichen Gutachten werde man dem Antrag zustimmen.

Abschluss: Verordnung der Landesregierung

Als nächstes wird sich der Raumplanungsbeirat mit der Sache befassen, er kann aber nur eine Empfehlung abgeben. Endgültig abgeschlossen wird das Verfahren mit einer Verordnung der Landesregierung. Möglicher Baubeginn ist laut IKEA Ende 2018.

Kritik der Lustenauer Grünen

Kritik kam erneut von den Lustenauer Grünen. „Die IKEA-Ansiedelung schreitet weiter im Blindflug und im Geheimen voran“, so der Vorwurf von Gemeinderätin Christine Bösch-Vetter. Noch immer lägen der Öffentlichkeit keine unabhängigen und konkreten Zahlen zur Verkehrszunahme innerhalb des Lustenauer Gemeindegebietes durch eine IKEA-Ansiedlung vor. Die Grünen hätten schon vor vielen Monaten gefordert, dass zunächst alle Fakten auf den Tisch müssten - inklusive unabhängiger Verkehrsberechnungen, so Bösch-Vetter. Eine zusätzliche Verkehrslawine durch IKEA sei vorprogrammiert.

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