Wolford-Verlust sank im ersten Quartal leicht

Der börsenotierte Strumpfhersteller Wolford mit Sitz in Bregenz hat sich im ersten Quartal seines Geschäftsjahres bis Juli leicht erholt. Die Verluste sanken auf 6,9 Millionen Euro nach Steuern, nach 8 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Der angeschlagene Strumpfhersteller Wolford hat im ersten Quartal 2017/18 (bis Ende Juli) den Verlust gesenkt. Das Ergebnis nach Steuern ging auf minus 6,9 Millionen Euro zurück, im Vorjahreszeitraum waren es noch minus 8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag Ende Juli 2017 bei 29 Prozent, nach 32 Prozent Ende April, wie das Unternehmen am Freitag in einer Aussendung mitteilte. Zum Vergleich: Ende Juli 2016 hatte sich die Eigenkapitalquote von Wolford noch auf 39 Prozent belaufen. Der Verschuldungsgrad legte zwischen Ende April und Ende Juli um 29 Prozentpunkte auf 99 Prozent zu.

Erfolglose Investorensuche

Wolford braucht nach anhaltenden Verlusten dringend eine Geldspritze von einem neuen Eigentümer. Die Suche nach einem neuen Investor laufe auf Hochtouren, heißt es aus dem Unternehmen. Die Bieterentscheidung wird noch heuer erwartet. Die Gründerfamilien Palmers und Wilhelm wollen ihren Mehrheitsanteil verkaufen - mehr dazu in: Haupteigentümer verkaufen Wolford-Anteile.

Teils zweistellige Wachstumsraten

Positive Nachrichten vermeldete Wolford bei der Umsatzentwicklung im ersten Quartal. Bereinigt um Währungseffekte stiegen die Erlöse um 4,9 Prozent auf 29,1 Millionen Euro. Im Retail- und im Wholesale-Geschäft gab es einen Umsatzanstieg von sechs Prozent beziehungsweise von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zweistellige Wachstumsraten verzeichnete Wolford in den USA, in Spanien, den Niederlanden und in Osteuropa. In Italien, Skandinavien, Asien, Österreich, Deutschland und in der Schweiz wuchsen die Erlöse einstellig.

Nicht gut lief es hingegen in Großbritannien: Die Unsicherheit rund um den Brexit, die Abwertung des britischen Pfunds sowie die Schließung dreier Standorte ließen die Wolford-Umsätze zweistellig sinken. Auch in Frankreich und Belgien verbuchte Wolford einstellige Erlösrückgänge.

Erwartungen sind zwiegespalten

Das Wolford-Management erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein leichtes Umsatzwachstum und erneut Verluste. Die Restrukturierungsmaßnahmen sollen ab dem Geschäftsjahr 2018/19 vollständig greifen und dann will der Strumpfhersteller wieder ein positives operatives Ergebnis erzielen. Im ersten Quartal hatte Wolford im Schnitt 1.491 Vollzeitstellen, nach 1.557 in der Vorjahresperiode.

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