Caritas sucht Mentoren für junge Flüchtlinge

Die Caritas hat zu wenig Mentoren, die jugendliche Flüchtlinge unterstützen. Seit der Flüchtlingskrise vor zwei Jahren ist die Zahl der Freiwilligen zurückgegangen. Es werden dringend mindestens zehn zusätzliche Mentoren gesucht.

Die Mentoren sollen in erster Linie den unbegleiteten jungen Flüchtlingen dabei helfen, sich hier in Vorarlberg ohne Familie optimal zu integrieren, sagt die Koordinatorin des Projektes, Ulrike Haßler. Dabei gehe es vor allem darum, mit den Jugendlichen etwas in ihrer Freizeit zu unternehmen, damit sie das Land und seine Leute kennenlernen.

Wahlkampf wirkt sich negativ auf Freiwillige aus

Seit eineinhalb Jahren haben Freiwillige die Möglichkeit, Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren familiären Anschluss zu geben und ihnen damit die Integration in ihrer neuen Heimat zu erleichtern. Es melden sich aber seit geraumer Zeit weniger Interessierte, die helfen möchten. Laut Haßler haben die negativen und flüchtlingsfeindlichen Wahlkampftöne rund um die Flüchtlingsfrage unter anderen für Verunsicherung gesorgt und Interessierte abgeschreckt.

Viele würden sich nicht trauen, sich selbst ein Bild zu machen, hin zu gehen und sich die Situation in den jeweiligen Unterkünften oder Wohngemeinschaften anzuschauen. Viele Freiwillige seien zudem mittlerweile auch müde, da sie bereits öfters schon geholfen haben.

Inserate und Aufrufe blieben erfolglos

Inserate und Aufrufe haben bisher nicht den erwünschten Erfolg gebracht, sagt Haßler. Derzeit werden 71 Jugendliche in den drei Caritas-Wohngemeinschaften von 22 Mentoren betreut. Mindestens zehn zusätzliche Mentoren werden gebraucht. Die Caritas bittet Interessierte sich zu melden.

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