Bodensee erwärmt sich weiter

In der Bregenzer Bucht sind 25 Grad Wassertemperatur gemessen worden. Das Institut für Seenforschung in Langenargen warnt vor Folgen für Fische. Die Wärme beeinflusst den Fischlaich.

Ende Juni wurde in der Bregenzer Bucht die 25-Grad-Marke geknackt. Dort misst die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee kontinuierlich die Temperaturen. Sie lagen in diesem Jahr an den meisten Tagen generell über dem langjährigen Mittelwert. Ungewöhnlich warme Perioden gab es ab Ende März sowie Anfang Juni. Dank des durchwachsenen Sommers zeichnet sich in diesem Jahr laut IGKB aber kein neuer Wärmerekord für den ganzen See ab.

Wasseraustausch beeinträchtigt

Der Trend zu immer höheren Wassertemperaturen beunruhigt die Experten. Der Austausch des sauerstoffreichen Wassers an der Seeoberfläche mit dem sauerstoffarmen Tiefenwasser findet dadurch nicht mehr vollständig statt, sagt Harald Hetzenauer, der Leiter des Instituts für Seenforschung in Langenargen. Das hat Folgen für die noch verbliebenen Bodenseefische. Der Sauerstoff ist nämlich Voraussetzung für eine gute Entwicklung des Fischlaichs, der am Seegrund abgelegt ist.

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