Lehrlinge: Kleinbetriebe haben das Nachsehen

Insgesamt 1.500 Jugendliche werden Anfang September ihre Lehre in Vorarlberg beginnen. Weil generell aber zu wenige Lehrlinge auf dem Markt sind, müssen vor allem kleinere Betriebe immer größere Anstrengungen auf sich nehmen, um offene Lehrstellen zu besetzen.

Derzeit sind beim Arbeitsmarktservice rund 1.000 offene Lehrstellen gemeldet. Laut AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter herrscht in vielen Branchen ein akuter Lehrlingsmangel. Vor allem im Bau- und Baunebengewerbe, im Handel, Tourismus und auch im Metall- und Elektro-Bereich würden Lehrlinge gesucht. Besonders schwierig sei es für die Betriebe in den Talschaften wie zum Beispiel im Bregenzerwald, geeignete Lehrlinge zu finden.

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Lehrlingsmangel

Heuer werden Anfang September wieder rund 1.500 Jugendliche ihre Lehre beginnen. Dennoch ist es für zahlreiche Betriebe beinahe unmöglich, neue Lehrlinge zu finden.

Laut Christoph Jenny, dem Leiter der Lehrlingsstelle in der Wirtschaftskammer, muss das Image der Lehre verbessert werden. Es müsse mehr in die Werbung investiert werden, denn die Lehrlinge, die dann zu Facharbeitern werden, seien das Rückgrat der Vorarlberger Wirtschaft, sagt Jenny.

Jugendliche vom Land sind gefragt

Vor allem für kleinere Betriebe, die über weniger Werbeetat als Groß-Unternehmen verfügen, gestaltet sich die Lehrlingssuche zunehmend schwierig. Früher sei das einfacher gewesen, sagt Karl-Heinz Strele, Landesinnungsmeister der Installateure und selbst Geschäfts-Inhaber. Heutzutage sei es äußerst schwierig, geeignete Lehrlinge zu finden. Laut Strele sind vor allem Jugendliche aus ländlichen Gebieten gefragte Handwerks-Lehrlinge. Denn die würden meist schon gewisse Vorkenntnisse und Fähigkeiten mitbringen.

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