„Magazin 4“ wird auf neue Beine gestellt

Das Kulturamt Bregenz möchte das einstige „Magazin 4“ komplett neu ausrichten. Ein erstes Grobkonzept wurde vor zwei Tagen einstimmig im Stadtrat beschlossen und am Donnerstag in einer Pressekonferenz präsentiert.

Die „Magazin 4“-Vergangenheit sei qualitativ hochwertig, aber inhaltlich viel zu eng gewesen, sagt Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP). Die Zukunft solle breit, offen, aber nicht beliebig sein: „Es ist uns bewusst, dass wir mit diesem Schritt natürlich dieses erkennbare Label aufgeben und wir hoffen, dass mit der Vielfalt, die wir dem gegenüberstellen, wir ein neues Label schaffen können.“ Das gelinge natürlich nicht über Nacht, so Linhart.

Fünf Säulen

Kulturamtsleiterin Jutta Dieing stellte am Donnerstag fünf Säulen des neuen Konzepts vor. Die erste Säule: Ausstellungen und Präsentationen aktueller bildender Kunst und angrenzender Disziplinen mit dem deutlichen Akzent auf der Förderung regionaler Künstler. Der erste wird der junge, in Götzis lebende Domingo Geronimo Mattle sein.

Die zweite Säule ist das neue Artist-in-Residence-Programm „a-i-r“, das ab 2018 jährlich einem Künstler die Gelegenheit bieten wird, zwei bis drei Monate in Bregenz zu arbeiten. Die drei weiteren Säulen heißen Kunst und Kulturvermittlung, Interkultur und Labor mit interdisziplinären Aktivitäten wie Salon d’amour, Buchbiennale etc. im Parterre.

Erste Akzente im Spätherbst

Bereits im Spätherbst sollen erste Akzente gesetzt werden. Die jährliche Programmierung soll zukünftig über einen Empfehlungsbeirat erfolgen, bis Jahresende soll klar sein, wer ihm angehört. Fast schon am Ziel befinde man sich hinsichtlich „Shed8“. Auch dort werde eine größere Breite angestrebt. Die beschlossenen Neuerungen werden laut Linhart im Herbst präsentiert.

25 Jahre lang war das „Magazin 4“ wichtiger Bestandteil der Bregenzer Kulturszene. Anfang 2017 hat die Stadt den Vertrag mit dem Bregenzer Kunstverein aufgelöst, das „Magazin 4“ schloss seine Pforten.

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