KUB: Ein Betonporsche zum Geburtstag

Das Kunsthaus Bregenz feiert seinen zwanzigsten Geburtstag. Obwohl das offizielle Fest erst nächstes Wochenende über die Bühne geht, wurde schon am Samstag das erste Geschenk geliefert: Ein Betonporsche des Vorarlberger Künstlers Gottfried Bechtold.

2006 wurde Bechtold eine Ausstellung im KUB gewidmet. Draußen setzte er dem Auto ein Denkmal in Beton. Elf Porsche 911 standen in Reih und Glied auf dem Vorplatz, abgegossen mit einer Abdeckung, der Beton glänzend poliert. Eine dieser Skulpturen hat das KUB nun mit Fördermitteln des Bundes angekauft. Die über 16 Tonnen schwere Skulptur stammt ebenfalls aus dem Jahr 2006.

20 Jahre KUB
ORF

Bau für 20 Mio. Euro

1997 konnte das Kunsthaus Bregenz nach jahrelangen Diskussionen, politischem Gerangel, einem Kontrollausschuss des Landes und drei Jahren Bauzeit glanzvoll eröffnet werden. Der 20 Millionen Euro teure Bau, nach Plänen des Schweizer Architekten Peter Zumthor, wurde von Publikum und Presse gefeiert. Bald konnte auch der Inhalt überzeugen: Gründungsdirektor Edelbert Köb setzte auf bekannte Österreicher wie Erwin Wurm und Peter Kogler, Eckhard Schneider auf internationale Namen wie Cindy Sherman, Antony Gormley und Jeff Koons.

Betonporsche zum Geburtstag

Das Kunsthaus Bregenz hat am Samstag ein besonderes Geschenk erhalten: Einen 16 Tonnen schweren Betonporsche von Künstler Gottfried Bechtold.

Yilmaz Dziewior richtete sein Augenmerk auf Künstler aus Asien und Afrika wie Ai Weiwei und Künstlerinnen wie Valie Export. Seit 2016 leitet Thomas D. Trummer das Haus. Er erforscht den Ort, die Architektur und lädt Künstlerinnen wie Susan Philipsz und Wael Shawky ein, damit zu arbeiten. Das KUB kann auf 103 Ausstellungen, 11 Fassadenbespielungen, 23 Arena-Projekte und 165 Publikationen verweisen. Rund 50.000 Besucher werden pro Jahr gezählt, das sind bisher rund eine Million.

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