Dienstantritt der neuen Tierschutzombudsfrau

Marlene Kirchner hat als neue Tierschutzombudsfrau des Landes Vorarlberg im Oktober ihren Dienst offiziell angetreten. Sie folgt Pius Fink nach, der im April aus Protest sein Amt niederlegte. Kirchner ist für fünf Jahre bestellt.

Die neue Vorarlberger Tierschutzombudsfrau Marlene Kirchner hat vor wenigen Tagen ihren Dienst offiziell angetreten. Kirchner sei eine ausgewiesene Experten, sagt Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP): „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie gemeinsam mit den Partnern aus der Verwaltung, dem ehrenamtlichen Tierschutz und der engagierten Öffentlichkeit dem Tierschutz in unserem Land eine starke Stimme verleihen wird“. Die Tierschutzombudsstelle ist beim Umweltinstitut des Landes angesiedelt.

„Kirchner konnte mit Fachwissen überzeugen“

Die Landesregierung bestellte Marlene Kirchner Ende Mai zur neuen Tierschutzombudsfrau. Sie habe beim Hearing mit ihrem Fachwissen zum Thema Tierwohl überzeugen können. Sie habe auch praktische Ansätze vorgestellt, wie man das Thema mit verschiedenen Partnern kommunizieren könne, begründete Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) damals die Entscheidung in einer Aussendung.

Marlene Kirchner Tierschutzombudsfrau
Land Vorarlberg

Expertin für Tierwohl

Kirchner ist 40 Jahre. Sie studierte von 2001 bis 2007 in Wien Veterninärmedizin. Anschließend doktorierte sie an der BOKU Wien. In Chester (UK) erwarb sie das Active Diplomate ECAWBM (European College of Animal Welfare and Behavioural Medicine). Kirchner arbeitet heute als Assistenzprofessorin für Animal Welfare (Tierwohlergehen) an der Universität Kopenhagen.

Tierwohl wissenschaftlich nachzuweisen

Die Bestellung von Kirchner stößt in der Veterinärabteilung des Landes auf große Zustimmung. Vor allem ihre wissenschaftliche Arbeit findet Anklang. Kirchner habe als Wissenschafterin vier Parameter für die Einschätzung des Tierwohls entwickelt. Damit sei nachzuweisen, wenn es Tieren gut gehe.

Rückblick

Vorgänger Pius Fink legte Anfang April aus Protest sein Amt zurück, weil er in Behördenverfahren zu wenig eingebunden worden sei - mehr dazu in: Fink-Rückzug: Land weist Vorwürfe zurück.

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