Politiker setzen sich für Stadttunnel ein

Im Streit um den Stadttunnel Feldkirch sind die Fronten weiter verhärtet. Am Dienstag haben sich nun zwei gewichtige Fürsprecher des Projekts zu Wort gemeldet: Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und der Feldkircher Bürgermeister Wilfried Berchtold (beide ÖVP).

Der Versuch, den Stadttunnel zu verhindern, führe nur zu Verzögerungen und verschärfe für alle Beteiligten das Problem: Das ist der Standpunkt, den Rüdisser und Berchtold vertreten. In einer gemeinsamen Aussendung betonen sie aber auch, dass nicht nur der Stadttunnel notwendig sei, sondern ebenso ein Ausbau der sanften Mobilität.

Und da habe man schon viel getan, etwa mit dem Feldkircher Stadtbus - 38 Millionen Euro habe der seit seiner Einführung gekostet. Sein Liniennetz sei auf 95 Kilometer verdoppelt worden, die Zahl der Haltestellen von 60 auf 103 gestiegen. Die sanfte Mobilität werde nach dem Bau des Stadttunnels verbessert, es werde mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger geben, heißt es in der Aussendung. Allerdings, so Bürgermeister Berchtold, sei auch die Zahl der Pkw in den letzten zehn Jahren nochmals gestiegen. Deshalb sei es unrealistisch, nur auf den öffentlichen Verkehr zu setzen.

Viel Hin und Her zum Thema Tunnel

Zuletzt hatten Blaulicht-Organisationen den Bau des Tunnels gefordert - so könne man das oft verstopfte Stadtzentrum rund um die Bärenkreuzung entlasten - mehr dazu in Blaulichtorganisationen wollen Tunnelspinne. Ein Argument, das die Kritiker des Stadttunnels erbost hat - zunächst seien jetzt einmal Höchstgerichte am Wort. Von denen erhoffen sich die Kritiker, dass sie den Bau der Tunnelspinne zu Fall bringen - mehr dazu in Stadttunnel Feldkirch: Kritik von Bürgerinitiative.

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