Michael Köhlmeier erhält Adenauer-Literaturpreis

Der Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier erhält den 25. Literaturpreis der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung. Köhlmeier folgt damit Kollegen wie Herta Müller, Arno Geiger oder Hilde Domin nach.

Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird dem 67-Jährigen am 25. Juni in Weimar überreicht, wie der Hanser-Verlag mitteilt. „Seine Romane und Novellen stellen die Frage nach Herkunft und Wertbeständigkeit, sie orientieren sich umsichtig am Wissen unserer Zeit und bedenken zentrale Herausforderungen der Gegenwart: Migration und Gewalt“, würdigte die Jury den Autor. „Zwischen Tragödie und Idylle findet Michael Köhlmeier einen originellen Weg von poetischer Freiheit in politischer Verantwortung.“

Köhlmeier Helfer Ehrenkreuz
APA/GEORG HOCHMUTH
Michael Köhlmeier darf sich über die nächste Auszeichnung freuen

Vielfach ausgezeichneter Schriftsteller

Köhlmeier wurde im Lauf seiner Karriere mehrfach ausgezeichnet. 2007 erhielt er beispielsweise den Österreichischen Würdigungspreis für Literatur, 2015 den Düsseldorfer Literaturpreis. Vergangenes Jahr wurden Köhlmeier und seine Frau Monika Helfer mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse geehrt.

Köhlmeier wurde am 15. Oktober 1949 in Hard geboren. Nach dem Studium gelang ihm der Durchbruch mit dem Nacherzählen von alten Mythen, antiken Sagen, Märchen und anderen Texten. Mit Romanen wie „Spielplatz der Helden“ (1988), „Telemach“ (1995) oder dem hochgepriesenen Mammut-Werk „Abendland“ (2007) etablierte er sich auch als Erzähler eigener Geschichten. Zuletzt erschien „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ (2016).

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