Rodelbahn gesperrt: Wirt und Gemeinde im Clinch

Das Gasthaus Brüggelekopf in Alberschwende hat seit rund eineinhalb Wochen geschlossen. Grund dafür ist die Sperre der Rodelstrecke am Tannerberg. Wirt und Gemeinde liegen deshalb im Clinch.

Die Rodelstrecke am Tannerberg ist derzeit gesperrt. Die Gemeinde Alberschwende begründet das mit Sicherheitsbedenken. Ein Betrieb sei aus rechtlichen und haftungstechnischen Gründen nicht möglich, erklärt Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann (ÖVP).

Das Skifahren und das Rodeln sei am Tannerberg nicht gleichzeitig möglich - sondern nur dann, wenn eine zeitliche und räumliche Trennung möglich sei. „Solange dort eine Skipiste ist, kann das leider Gottes nicht sein, so gerne wir das auch tun würden“, so Schwarzmann. Außerdem würden Pistenfahrzeuge bei der Pistenpräparierung mit Seilwinden arbeiten, das stelle eine zusätzliche Gefahr für die Rodler dar.

Wenig Verständnis bei Gasthofwirt

Bei Peter Oberhauser, dem Gasthofwirt am Brüggelekopf, stößt die Gemeinde damit auf Unverständnis. Zwar hätten die Sicherheitsgründe ihre Relevanz. „Aber hier wird meiner Meinung auch ganz bewusst das Thema Benützung Tannerberg mit Skiern zu hoch gespielt“ - zumal die Piste ohnehin meist wenig frequentiert werde.

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Die Betroffen im Interview

Gasthofwirt Peter Oberhauser und Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann über ihre Sicht der Dinge.

Sicherheitslösungen habe es in der Vergangenheit schon gegeben, die seien auf einmal nichts mehr wert, echauffiert sich Oberhauser. Ohne eine eigene Rodelbahn sieht Oberhauser im Winter keine Existenzgrundlage mehr für seinen Gasthof.

Gasthof bleibt geschlossen

Schwarzmann und Oberhauser sind sich einig, dass eine Lösung mit Bewirtung für die Zukunft gefunden werden muss. Das Fehlen eines Gasthofbetriebes am Brüggelekopf schade allen. Diesen Winter bleibt der Gasthof aber definitiv geschlossen. Ende April will Oberhauser wieder für den Sommerbetrieb öffnen.

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